1.

Die erste Miss Germany kam aus Berlin. Die damals 21-jährige Hildegard Quandt gewann den Titel 1927 in einer „Nacht der Frauen“ im Berliner Sportpalast. Bei der Preisverleihung war auch Max Schmeling dabei.

2.

Auch die Gewinnerin der ersten weltweiten Misswahl war eine Berlinerin. Die Zigarettenverkäuferin Gertrud Dopieralski wurde 1909 in Hamburg zur Miss Universum gewählt und erhielt 20 Mark und eine Urkunde.

3.

Müssten die Bürger Berlins gemeinsam für die Schulden dieser Stadt aufkommen, so müsste jeder knapp 18.000 Euro zahlen.

4.

Berlin hatte im Jahr 1942 die höchste Einwohnerzahl. Damals lebten knapp 4,5 Million Menschen in der Stadt. Heute sind es 3,5 Millionen.

5.

Sie ist mit 49 Jahren das älteste Pony Deutschlands. Madame Nou lebt im Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrverein Zehlendorf. Über 3.000 Kinder sollen schon auf ihrem Rücken Platz genommen haben.

6.

Sie sind legendär: Fotos von euphorisierten Menschen, die sich beim Mauerfall in den Armen liegen und gemeinsam Sekt trinken. Viele der Sektflaschen kamen allerdings vom Sender CNN, der sie verteilt hatte, um bessere Bilder einfangen zu können.

7.

Angela Merkel hat den Mauerfall im buchstäblichen Sinne verschwitzt. Als die Mauer fiel, saß die heutige Bundeskanzlerin in der Sauna im Thälmann-Bad und bekam von den Vorfällen nichts mit.

8.

Die SOS-Morsezeichen stammen aus Berlin. Bei der Internationalen Funkkonferenz 1906 einigten sich die Teilnehmer auf die Kombination als weltweit gültiges Notrufzeichen.

9.

Das Gesamtvolumen der Berliner Gewässer beträgt rund 228 Millionen Kubikmeter. Das entspricht etwa 284.750.000 Badewannen voll Wasser.

10.

Berlin war von 1359 bis 1451 Hansestadt.

11.

Die Charité war ursprünglich ein Pesthaus. Es wurde 1710 gebaut, um einer Epidemie vorzubeugen, die im Osten Europas ausgebrochen war und die Mark Brandenburg und Berlin bedrohte. Der befürchtete Ernstfall traf aber nie ein.

12.

Prenzlauer Berg hat keineswegs die höchste Geburtenrate Deutschlands. Nicht mal Berlins. Mit einer Rate von 1,25 liegt der Bezirk unter dem Schnitt. Am höchsten ist sie in Reinickendorf mit 1,4.

13.

Apropos Prenzlauer Berg: Auch wenn der Bezirk durch Altbauten geprägt ist, so ist doch kein Haus im Bezirk älter als 164 Jahre. Das älteste Haus wurde 1848 gebaut. Es befindet sich in der Kastanienallee 77 – und ist mittlerweile legal besetzt.

14.

Die „Burgsdorfer Lärche“ im Tegeler Forst ist mit rund 43 Metern der höchste Baum Berlins. Sie zählt zu den sogenannten Europäischen Lärchen – im Fachjargon Larix decidua, die hauptsächlich in den Alpen und den Karpaten beheimatet sind.

15.

Berlin ist die einzige europäische Stadt mit mehr Museen als Regentagen. Es gibt hier rund 180 Museen und Sammlungen. Die Regentage belaufen sich auf durchschnittlich 106 pro Jahr.

16.

Die Gegend um Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf beherbergt das größte zusammenhängende Ein- und Zweifamilienhausgebiet Deutschlands.

17.

Im Charlottenburger Haus des Rundfunks ging 1934 das erste regelmäßige TV-Programm der Welt auf Sendung. Anfangs noch sporadisch, übertrug der Sender „Paul Nipkow“ schon ab 1935 ein regelmäßiges Programm.

18.

Reagans Satz „Mister Gorbatschow – tear down this wall!“ sollte verhindert werden. Kurz vor Beginn der Rede schickte das US-Außenministerium geänderte Entwürfe, in denen der Satz gestrichen wurde, aus Angst, die Russen zu vergrätzen. Reagan lachte und sagte: „Ich weiß, dass mich die Jungs im Außenministerium dafür umbringen, aber es ist einfach richtig so.“

19.

Als Kennedy seine berühmten Worte sprach, hielt er sich an seine Aufzeichnungen, auf denen er handschriftlich notiert hatte: „Ish bin ein Bearleener“. Außerdem stand auf seinem Zettel, ohne dass er den Satz letzten Endes aussprach: „Lusd z nach Bearleen comen“ – Lasst sie nach Berlin kommen!

20.

Sie waren die Vorstufe zu den Darkrooms im Berghain, adlige Sexpartys im Jagdschloß Grune­wald. So kam es zum Beispiel am zweiten Januar-Sonntag 1891 zu einer Feier, bei der sich gleich 15 namhafte Mitglieder des kaiserlichen Hofes in dem idyllischen Renaissance-Schlösschen trafen. Sex in jeder denkbaren Konstellation und Stellung soll es in dieser Nacht gegeben haben, in hunderten Briefen ist dies dokumentiert.

21.

Apropos Darkrooms: Als in Pankow die Hygiene-Ampeln eingeführt wurden, erhielt nur ein Gastrobetrieb die Note „sehr gut“. Der Schwulenclub Stahlrohr 2.0.

22.

Von Mai bis September 1945 gingen in Berlin die Uhren zwei Stunden vor. Es galt die Moskauer Zeit.

23.

Der große Müggelberg ist mit 114,7 Metern die höchste natürliche Erhebung Berlins. Der Teufelsberg ist genauso hoch, jedoch aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs entstanden. Deutschlandweit hat nur ein Bundesland einen noch kleineren höchsten Berg: Bremen. Mit der Erhebung am Friedehorstpark, die 32,5 Meter misst.

24.

Noch einmal Teufelsberg: Am 28. Dezember 1986 fand dort der erste und einzige Berliner Skiweltcup statt. Die Disziplin: Parallelslalom. Rund 15.000 Zuschauer waren vor Ort, als der Österreicher Leonhard Stock bei strömendem Regen das Rennen für sich entschied.

25.

Und noch einmal: 2007 kam es zu einer Grundsteinlegung für eine Einrichtung, bei der schwer zu entscheiden ist, was skurriler daherkommt: ihr Name oder der Standort. Es war die „Universität des unbesiegbaren Deutschland“, die auf dem Teufelsberg errichtet werden sollte. Drahtzieher: die Maharishi-Stiftung, an der auch der Hollywood-Regisseur David Lynch beteiligt war. Auch wenn der exzentrische Regisseur persönlich zur Grundsteinlegung angereist kam und sich stark engagierte, aus dem Projekt wurde letzten Endes nichts.