Anstatt Schweden: Für alle, die die Natur entdecken wollen


1 Nachts im See schwimmen ist Berliner Jedermannsrecht. Über sich den Mond, das ­leise Plätschern des Wassers, ein paar Schwimmzüge, als würde man schweben. Ein Klassiker ist der Schlachtensee, der mit seinen 5,5 Kilometern Uferweg jede Menge lauschiger Plätze bietet; kleiner und zentrumsnaher ist der Plötzensee, ein unerwartetes Kleinod im Wedding. Und am Tegeler See mit seinen vielen kleinen Inseln kann man sich fast wie in Schweden fühlen.

2 Mit der Flinte durch den Wald streifen, einen Eber schießen, das Tier zerlegen und anschließend verspeisen: Wer das Jägerglück erleben will, muss einen Jagdschein machen. Und um diesen zu bekommen, muss man verdammt viel büffeln. Vom Waffengesetz über Ackerbau bis zur Hundezucht, der Jagdschein wird nicht ohne Grund das grüne Abitur genannt. In der Jagdschule Berlin kostet die Ausbildung 1.490 Euro, wer exklusiver lernen möchte zahlt 3.690 Euro. Theoretisch kann man den Jagdschein in 15 Tagen machen. Theoretisch.
Jagdschule Berlin, Stahnsdorfer Damm 12, Tel. 784  16 69, www.jagdschule-berlin.de

3 Welches Kind träumt nicht davon? Im Kreativhaus auf der Fischerinsel in Mitte können Kinder und ­Erwachsene ein Baumhaus bauen. Noch werden Freiwillige gesucht, die mitwerkeln wollen. Das Baumhaus wurde von einem Architekten auf der Grundlage von Kinderzeichnungen entworfen. Es soll aus drei Ebenen bestehen, die mit Leitern verbunden sind.
Kreativhaus Berlin, Fischerinsel 3, Mitte, Tel. 23 80 91 49, www.kreativhaus-berlin.de

4 Der Groß Glienicker See ist Berlins sauberster See, er eignet sich ­bestens zum Tauchen. Bis zu sechs Metern reicht die Sicht unter Wasser. Ein perfektes Tauchrevier, zumal die Pflanen- und Tierwelt in dem See ungewöhnlich abwechslungsreich ist. Da der See zur Hälfte im Grenz- und damit Sperrgebiet lag, konnten Fische ungestört ihre Runden drehen. Auf der Onlineplattform Mydays.de kann man einen Tauch-Schnupperkurs im Groß Glienicker See erstehen. 50 Euro kostet der Tauchtag inklusive Ausrüstung. www.mydays.de/wassersport.html

5 Berlin ist ein Dorf.
Nirgendwo sonst passt der Spruch besser als auf den Vierfelderhof in Gatow, der perfekte Ort für Urlaub auf einem Bauernhof. Ein Hof wie aus dem Bilderbuch. Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner, Pferde und Gänse leben dort. Neben der professionellen Landwirtschaft – ein Hofladen ist angeschlossen – lernen Kinder und Jugendliche die bäuerliche Arbeitswelt kennen. Extra für die Sommerferien hat man ein Ferienprogramm zusammengestellt.
Spandau, Straße 264, Tel. 369 96 90, Hofladen Mi-So 10-18 Uhr, www.vierfelderhof.de

6 In Spandau nennt man Tiefwerder auch Klein-Venedig. Zahlreiche Kanäle durchziehen das einzige verbliebene Überschwemmungsgebiet in Berlin. Mittendrin ein Fischerdorf aus dem Jahre 1815. Bis heute gehört der Fischfang zu einer wichtigen Einnahmequelle der Anwohner. Eine ganz eigene Welt, die sich am besten mit dem Kanu erkunden lässt. Das kann man vor Ort bei „Der Bootsladen“ leihen. Ein 2er-Kajak kostet am Tag 26 Euro. Bei gutem Wetter vorher reservieren.
Spandau, Brandensteinweg 37, Tel. 362 56 85, Di-Fr 12-19 Uhr, Sa, So 9-19 Uhr, www.der-bootsladen.de

7 Morgens aus dem Zelt kriechen und aufs Wasser schauen – abends mit Spaniern und Holländern in der Camping-Bar hocken: Zelten können Sie auch in Berlin. Idyllisch zwischen zwei Flüssen gelegen und beschattet von alten Bäumen liegt der „City Campingplatz“ in der Gartenfelder Straße in Spandau. Am Bahnhof Haselhorst haben Sie U-Bahn-Anschluss – und für den Fall, dass Oma mitkommen will, gibt es einfache Zimmer.
www,city-camping-berlin.de, Gartenfelder Str. 1, Spandau; Zelt 3,50 Euro/Nacht, Erw. 5 Euro

8 Wer zur Ruhe kommen will, ohne sich zu langweilen, der sollte mal Angeln ausprobieren. Das geht nur mit Angelprüfung, so ist das eben in Deutschland. Der Lehrgang dauert zwei Wochenenden und kostet für Erwachsene 46 Euro plus 43 Euro Prüfungsgebühren. Wer dann alleine loslegen will, dem genügt anfangs auch eine einfache Rute ohne Kordel, dazu ein Köder, Gewichte und ein Klöppel, um die Fische zu erlegen. Angelgewässer gibt es Berlin mehr als genug: der Kupfergraben, Insel der Jugend, Malchower See, Westhafenkanal, die Rummelsburger Bucht.
Infos zu Revieren und Kursen beim www.landesanglerverband-berlin.de

9 Huckleberry Finn kann doch jeder – bauen Sie sich ein Floß im Grünen, zum Beispiel in Grünau! Der Teamgeist wird angeheizt, wenn die Gruppen von sechs bis 60 Personen gemeinsam unter Anleitung ein Floß samt Flagge entwerfen, bauen und schließlich damit die See bezwingen.
www.starke-teams.com

10 Nils Holgersson flog mit den Wildgänsen, Sie können in der Moorlinse Buch mit ­etwas Glück Graugänse oder – mit noch mehr Glück – sogar ­einen Seeadler auf Nahrungssuche erspähen. Berlin eignet sich erstaunlich gut zur Vogelbeobachtung! Den Feldstecher sollten Sie im Gepäck haben, um aus der Ferne die Vögel gut zu sehen, aber nicht zu stören. 
Moorlinse Buch, Pankow, frei zugänglich, www.berlin.nabu.de

 

Anstatt Paris: Für alle, die die Stadt entdecken wollen


11 Très francais, der Berliner Funkturm. Er ist zwar nur halb so groß, wie der Eiffelturm in Paris, aber bietet dennoch eine wunderbare Rundschau über Berlin. Sein Skelett erinnert auch ein bisschen an den großen französischen Bruder. Also setzen Sie sich den Bonnet auf den Kopf und erklimmen Sie den Turm! Besonders romantisch bei Sonnenuntergang. So wird auch Berlin zur Stadt der Liebe.
Messedamm 22; Öffnungszeiten: Plattform: Mo 10-20 Uhr, Di-So 10-23 Uhr Restaurant: Mi-So 11.30-23 Uhr, Di ab 18 Uhr; Tel. 3038 2900

12 Leben in Berlin-Marzahn hat keinen guten Ruf. ­Besonders häufig  wird der Vergleich mit den Banlieues, den Vorstädten von Paris, bemüht. Aber ist Marzahn wirklich so schlimm? Verbringen Sie eine Nacht in einer Plattenbausiedlung! Zum Beispiel in der 10. und 11. Etage des Kulturhochhauses im Marzahner Nordwesten. Für nur 11 Euro pro Person und Nacht kann man Marzahn erleben.
Marzahn, Wittenberger Str. 85,  www.pension-11himmel.de

13 Es lohnt sich, bei der ­Debatte um mangelnde Integration und Parallelgesellschaften, die Geschichte der Hugenotten zu ­betrachten. Am besten geht das im Hugenottenmuseum im Französischen Dom. Im 17. Jahrhundert waren 20 Prozent der Berliner Franzosen. Sie hatten eigene Zünfte, Kirchen und Schulen, durften weiterhin französisch sprechen. Heute sind sie vollständig integriert, Bouletten, Weißbier und Spargel sind Teil der Berliner Kultur.
Hugenottenmuseum im Französischen Dom,  Gendarmenmarkt, Di-Sa 12-17 Uhr, So 11-17 Uhr, Tel. 229 17 60

14 Mit Boule verbinden Sie wahrscheinlich das Alte-Herren-Spiel, das auf französischen Plätzen ausgetragen wird. Richtigerweise heißt das übrigens „Pétanque“ und ist die am meisten auf der Welt verbreitete Kugelsportart. ­Sogar der alte Grieche Hippokrates hat sich bereits 460 v. Chr. daran versucht. Also höchste Zeit, dass auch Sie die Kugeln werfen.
Anleitung und die ­besten Boule-Plätze Berlins finden Sie unter: www.berlinboule.de

15 Leben wie Gott in Frankreich:
ein französischer Abend mit Spezialitäten von Maître Philippe! Weit über 100 Käsesorten, aber auch viele andere französische Spezialitäten und eine extravagante Weinauswahl machen den Franzosen in Wilmersdorf zu etwas ganz Besonderem.
Maitre Philippe, Emser Str. 42, Wilmersdorf, im Sommer Mi-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr

16 Berlin wurde in vielerlei Hinsicht französisch geprägt. ­Machen Sie eine Stadtführung durch das französische Berlin. Die Franzosen brachten einen neuen Lebensstil, veränderten Architektur und Gastronomie. Straßen und Plätze wurden nach Pariser Vorbild geplant, der preußische Hof sprach französisch. Gerd Nestler zeigt bei einer Stadtführung, wieso die Pariser Berlin lieben und die Berliner Paris.
120 Euro bis 10 Personen. Dauer 3 Stunden. www.stadtnavigator-berlin.de

17 Ein bisschen wie die Bouquinisten an der Seine zeigt die Open Air Gallery auf der Oberbaumbrücke das Kunsthandwerk von verschiedenen Künstlern. Zu bestaunen gibt es Malerei, Fotografie und Skulpturen. Das große Highlight für alle, die selbst mal künstlern wollen, ist die 120 Meter lange Leinwand, auf der jeder malen kann.
So 1.7., So 5.8., 10 bis 22 Uhr, www.openairgallery.de, Eintritt frei

18 An guter Musik können Sie sich auf dem Bergmann­straßenfest erfreuen. Unter dem Motto „Kreuzberg jazzt!“ treten an drei ­Tagen 50 Bands auf drei Bühnen auf. Auf dem Straßenfest sind zahlreiche Stile vertreten: Swing, Jive, Gipsy, Latin …
29.6.-1.7., rund um die Bergmannstraße; gesamtes Programm unter: www.bergmannstrassenfest-kreuzbergjazzt.de

19 Der letzte Tango in Paris ist nicht nur ein Film, sondern auch schon eine Weile her. In Berlin ist Tanzen an frischer Luft inzwischen ein Klassiker. Zum Beispiel in der Strandbar Mitte gegenüber vom Bodemuseum. Im Sommer gibt es dort jeden Abend ab 20.30 Uhr die kostenlose Möglichkeit dazu. Montags ist Tangozeit.

20 Wer Berlin aus anderer Perspektive erleben will, sollte in die Katakomben hinabsteigen. Der Verein Berliner Unterwelten bietet ­regelmäßige Führungen durch unterirdische Bauwerke an. Verschiedene Touren lassen Sie die Flucht zu DDR-Zeiten nachempfinden oder im Berliner- Kindl-Areal Brauereien als Pioniere im Berliner Untergrund entdecken.
Tel. 49 91 05 17, www.berliner-unterwelten.de


Anstatt Ibiza: Für alle, die morgens Strand und abends Party wollen


21 Das Strandbad Wannsee kennen Sie, klar. Aber ­waren Sie schon einmal an der ­Havel-Badestelle Kuhhorn? Entdecken Sie ­einen neuen Strand! Denn in Berlin gibt es erstaunlich viele Strände. Wenn man mit dem Fahrrad und der S-Bahn rausfährt, fühlt man sich vielleicht nicht wie an der Copacabana – aber die ist eh über­bewertet. Ganz im Gegensatz zur Lieper Bucht.
Wenig bekannte Sandstrände innerhalb der Stadtgrenze: Baggersee Biesdorf; Bürgerablage in Spandau; Falkensee in Erkner; Habermannsee in Kaulsdorf; Havel-Badestelle Kuhhorn in Grunewald; Lieper Bucht in Grunewald; Seebad Wendenschloss in Köpenick; Strandbad Lübars am Ziegeleisee.

22 Sie wollen barfuß im Sand laufen, Cocktails mit Schirmchen trinken und aufs Wasser gucken? Dann kommen Sie an einer Strandbar kaum vorbei. Hier eine Auswahl:
☞ Am Traumstrand direkt am Hauptbahnhof. Mo-Fr ab 14 Uhr; Sa und So ab 12 Uhr
☞ Beim Strandgut, Mühlenstraße 61-63, Friedrichshain; tägl. ab 10 Uhr–open end
☞ In der Rummelsburg. Rummelsburger Landstraße 2-12, Oberschöneweide, bei schönem Wetter tägl. ab 15 Uhr bis Sonnenuntergang, bei Veranstaltungen bis 22 Uhr
☞ An der Überseebar Uferpromenade am Weißen See; täglich 9-24 Uhr

23 Sie bevorzugen auch bei der Erholung das Multitasking? Dann sollten Sie sich ein Grill-Boot am Wannsee oder der Spree in Treptow mieten. Die Außenborder haben einen Durchmesser von 3,60 Meter, sodass Sie mit bis zu zehn Freunden im Kreis sitzen können – in der Mitte, wie bei einem Lagerfeuer, der Grill. Ausstattung wahl­weise auch mit Kaffeetafel oder Soundsystem. Das Grillgut muss mitgebracht werden.
Boote für 10 Personen kosten zwischen 35 und 55 Euro, das Grillset 45 Euro. www.grill-boot.de

24 Ganz ohne Rausch wird es mit dem Ibiza-Feeling schwierig: Probieren Sie eine legale ­Droge! Um das zu erreichen, muss man keine Straftat begehen. Der Berliner Kräuterspezialist Sensatonics stellt ­Liköre her, denen eine berauschende Wirkung nachgesagt wird, die nicht der Alkohol verursacht. Abheben mit dem Moonwalk, Liebe erleben mit Venuswave oder durchfeiern mit Kokmok, die Kräuter sollen die Sinne anregen. Und wer die nächsten Tage frei hat, der hebt sorgenfreier ab.
Infos unter www.sensatonics.de

25 Was wäre ein guter Sommerurlaub ohne schlechte Musik? Vergessen Sie für eine Nacht die Hipness, und feiern Sie sinnlos! Möglichkeiten gibt es genug: 
Karaoke in der Hafenbar, die 90er-­Party im Kesselhaus oder die Bad Taste Party im SO 36! Und wenn Sie ganz schmerzfrei sind, nehmen Sie an einem Pubcrawl teil.
☞ 27.7. Bad Taste Party im SO 36
☞ 4.8., Move it! Die 90er Party im Kesselhaus
☞ Samstags Karaoke in der Hafenbar
☞ freitags „Stimmen in Aspik“, die Schlagerparty.

26 Jagen 86 – hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein Paradies aus Sand, gelegen im Grunewald auf dem Weg zum Teufelssee. Die riesige Grube entstand in den 70er-Jahren. Mit einem Snowboard kann man die Düne herunterfahren. Der Sand ist so fein, dass er zum Sandboarding taugt. Vom S-Bahnhof Grunewald Richtung Teufelssee auf dem Schildhornweg durch den Grune­wald laufen.

27 Circoloco Open Air ist eine  Partyreihe auf Ibiza, die immer montags stattfindet, als After-Hour von der After-Hour. Einst ­Geheimtipp der Hardcore-Raver, heute eine der bekanntesten Partyreihen der Insel. Zum 10. Geburtstag des Watergates kommt der Circoloco nach Berlin. Hier können Sie noch mal raven wie früher. Gefeiert wird unter freiem Himmel – für das perfekte Ibiza-Feeling.
Am 8.7. ab 12 Uhr in Rummelsburg, Rummelsburger Landstraße 2-12, Lichtenberg Ten Years Watergate


28 Üben Sie Ihren Aufschlag! Und zwar beim Beach-Volleyball. Sie brauchen nur drei weitere Spieler, die ungefähr gleich gut oder schlecht sind.
☞ Beachmitte Berlin: Caroline-Michaelis-Str. 8, S-Bhf  Nordbahnhof; werktags 10-17 Uhr, 12 Euro pro Stunde/Court,  Sa, So, Feiertag 10 Uhr - Dunkelheit , 16 Euro pro Stunde/ Court; Reservierungen ausschließlich über 0177-280 68 61
☞ Beach61: Bülowstraße/U Gleisdreieck; Kreuzberg. Mo-Fr 14-22 Uhr und Sa+So von 10-22 Uhr. Reservierungen per Telefon tägl. ab 14 Uhr unter 0177-23 22 461.
☞ YAAM Beach: Stralauer Platz 35, Friedrichshain; tägl. 14-24 Uhr

29 Mit Highspeed übers Wasser heizen? Wer keinen Bootsführerschein hat, der darf sich trotzdem ein Motorboot bis 5 PS mieten und über die Spree, den Müggelsee oder den Wannsee fahren. Boote mit weniger PS dürfen im Innenstadtbereich nicht gefahren werden und Boote ohne Motor sowie Segelboote haben Vorfahrt vor Motorbooten! Ahoi!
Müggelsee, Köpenick, tägl. 11-20 Uhr, www.müggelboote.de; Spree: Abteibrücke, Treptow, tägl. 10-22 Uhr, Rent-A-Boat ; Wannsee, Zehlendorf, Boote verfügbar ab 10 Uhr, Reservierung online: www.lanke-bootsvermietung.de, Müggelsee

30 Seitdem der Landwehrkanal nicht mehr vollständig von den Ausflugsdampfern befahren werden darf, erobern die Freizeitkapitäne das Gewässer zwischen Kreuzberg und Neukölln. Wer kein Schlauchboot besitzt, der behelfe sich einfach mit einem Planschbecken. Das kostet rund zehn Euro im Baumarkt, ist handlich, und lässt sich schnell aufblasen. Die Spree ist erst ab der Oberbaumbrücke fluss­aufwärts für Planschbeckenfahrer erlaubt.


Anstatt Toskana: Für alle, die la dolce vita wollen

31 Urlaub kann so einfach sein: Leihen Sie sich eine Vespa aus und cruisen Sie ein Wochenende lang durch die Stadt. Vespa-Fahrer wissen: Rollern macht glücklich! Führerschein Klasse 3 genügt für die stilvollen Flitzer.
Wochenende (Fr-Mo) für 50 Euro inkl. Helm und Handschuhe. Rent a Scooter, Bornholmer Str. 6, Prenzlauer Berg, oder Rollerverleih Berlin, Rotherstr. 16, Friedrichshain

32 Zu einem italienischen Sommer gehört unbedingt ein Eis. Und am besten lernen Sie, wie man Eis  selbst macht! Zum Beispiel in der Eisfachschule Berlin, dort  lernen Amateure und Profis, wie aus Wasser, Milch, Sahne und geschmacksgebenden Zutaten köstliches Speiseeis wird. Schulungsort ist das Eiscafé Allegretto an der Museumsinsel. Den höchsten Eis-pro-Kopf-Verbrauch im Jahr haben übrigens nicht die Italiener, sondern die Finnen.
Mitte, Anna-Louisa-Karsch-Str. 2, Tel. 02922 807 38 32, www.eisfachschule.de

33 Espresso trinken auf dem Walter-Benjamin-Platz. Die Architektur am Walter-Benjamin-Platz ist umstritten. Aber wer durch die Leibnizkolonnaden mit den Art-Deco-Lampen schlendert, die strenge Architektur von Hans Kollhoff und Helga Timmermann bei einem Espresso auf sich wirken lässt, kann durchaus Gefallen finden am kleinen Stück Italien in Berlin.
Charlottenburg, Walter-Benjamin-Platz 4, Tel. 324 23 08, Mo-Sa 12-2 Uhr, www.enoiteca-il-calice.de

34 Italienische Supermärkte sind in Berlin mittlerweile Normalität. Ob man nun zu Mitte Meer oder Centro Italia geht, hat in erster Linie was damit zu tun, welche Filiale näher liegt. Wichtig ist nur, dass man überhaupt mal eintaucht in die italienische Warenwelt mit Espresso­-Duft – und sich Schinken aus San Danielle oder Parma mit nach Hause nimmt.
www.centro-italia.de und www.mitte-meer.de

35 Es muss nicht immer die Weltreise sein, um aus dem Alltag ausbrechen zu können. Manchmal reichen kurze Wege für kleine Fluchten. Übernachten Sie einmal auf dem Balkon! Einfach eine Matratze auf den Balkon stellen und der drückenden Hitze des Schlafzimmers in schwülen Sommernächten entfliehen. Vorteil: Neben der einfachen Anreise gibt es einen freien Blick auf den Sternenhimmel, der besonders in der ersten Augusthälfte eine maximale Sternschnuppendichte aufweist.

36 Jeder Deutsche trinkt im Schnitt 154 Liter Kaffee im Jahr
, weiß aber erschreckend wenig über die Zubereitung. Ein Barista-Kurs klärt die ­Frage nach der perfekten Crema oder warum Milchschaum nie mit dem Löffel in den Kaffee gegeben werden darf. Und ist das nicht genug, gibt es Kurse wie „Latte-Art“. Dort wird gezeigt, wie die Kaffeeoberfläche verziert werden kann: von den üblichen Efeublättern bis hin zu Schwänen und Drachen.
Berlin School of Coffee, Tages- bis Fünftageskurse, ab 161 Euro, Uhlandstraße 171/172, Charlottenburg, ww.berlinschoolofcoffee.de/BSOC
Dall’ Armi, Kurse ab 140 Euro, Köpenicker Straße 126, Mitte www.dallarmi-espresso.de/baristakurse


37 Auch in Berlin können Sie  Weingärten besuchen: Im Stadion Wilmersdorf wachsen in der Nordkurve Reben, auf dem Teufelsberg wird das Teufelströpfchen produziert – und am Osthang des Kreuzbergs wächst der Kreuz-Neroberger. Insgesamt zehn Weingärten gibt es in der Stadt. Da Berlin aber kein offizielles Weinanbaugebiet ist, ist der Verkauf des Weins nicht erlaubt. Den Kreuz-Neroberger Riesling bekommen Sie gegen eine Spende beim Bezirk. Alternativ können Sie beim Weinfest entspannen. Auf dem Hochplateau des Rüdesheimer Platzes in Wilmersdorf veranstalten drei Winzerfamilien aus dem Rheingau jedes Jahr ein Weinfest in gutbürgerlichem Ambiente. Das Essen bringt jeder selber mit. Man sollte nur rechtzeitig da sein, um einen Platz zu bekommen.
Bis zum 16.9. tgl. ab 15 Uhr, U-Bhf. Rüdes­heimer Platz, Schmargendorf

38 Was der Toskana das historische Pferderennen Palio de Siena sind Berlin seine tradionsreichen Pferderennbahnen: die Trabrennbahnen in Karlshorst und Mariendorf, die Galopprennbahn Hoppegarten. Oder um es mit Jörg Fauser zu sagen: „Seltsam, dass du solange gebraucht hast, um herauszufinden, dass du hier am besten abschalten kannst von den Banalitäten da draußen, die Rennbahn ist dein Ashram.“ Wer nicht nur auf Pferde wetten, sondern auch selbst mal im Sulky sitzen und ein Rennen fahren will, dem sei die Traber-Fahrschule in Karlshorst empfohlen. Der 10er-Kurs kostet 200 Euro.
Trabrennbahn Mariendorf: 15., 29. 7. ab 13:30 Uhr; Saison-Höhepunkt: 5.8., Dt. Traber-Derby Galopprennbahn Hoppegarten: 22. 7., 14 Uhr: Großer Preis von Berlin Traber-Fahrschule: www.pferdesportpark-berlin-karlshorst.de

39 Wer keine Angst vor Klischees hat, sollte sich eine italienische Komödie angucken. In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut zeigt das Babylon Mitte am 1. Juli um 16 Uhr die schräge Mafia-Rap-Komödie „Tano da morire“ aus dem Jahr 1997. In dem Film geht es um vier Schwestern, die nach dem Tod ihres Bruders, einem Mafiaboss, endlich heiraten dürfen. Original mit Untertiteln.
Babylon Mitte, Rosa-Luxemburg-Str. 30, Mitte, www.babylonberlin.de

40 Das Toskana-Feeling ist perfekt, wenn Sie Obst selber pflücken. Mit Pfirsichen und Oliven wird es zwar schwierig werden, dafür gibt es in Berlin unzählige Orte, wo Sie Äpfel abgreifen können. ­Gelegenheiten bieten sich sowohl mitten in der Stadt, als auch in schöner Umgebung, wie die verwilderte Obstkolonie im Naturschutzgebiet zwischen Schildow und Lübars. Dort kann man gleich picknicken und – mit etwas Glück – Fasane beobachten.
Nähere Infos unter www.mundraub.org


Anstatt Sri Lanka: Für alle, die gepflegt entspannen wollen


41 Erst zu Hause eine Aroma-Massage, dann ein Stündchen Klang-Meditation mit dem Gong vom Flohmarkt und zum Abschluss des Tages: die absolute Tiefenentspannung im Floatingbecken. Schwerelos treiben Sie in hochkonzentriertem Salzwasser – eine Methode zum Stressabbau, die schon John Lennon begeisterte. Effektiv und beruhigender als das „Toter Mann“-Spielen im Meer, da man keine Angst vor Störungen haben muss (Welle von oben oder Hai von unten).
Zum Beispiel bei Float Berlin – Das Schwebebad, Dunckerstr. 12, Prenzlauer Berg, www.float-berlin.de, 60 Minuten Floating ab 35 Euro

42 Tennis ist der perfekte Sommersport, denn wenn Sie nicht unbedingt gewinnen wollen, müssen Sie auch nicht rennen.
Infos zu Plätzen und Vereinen unter www.tvbb.de


43 Der Clubhotel-Klassiker für gelangweilte Pärchen: ­das Bogenschießen. Ohne ­andere Hotelgäste und Animateure macht es aber tastächlich Spaß. Eine Ausbildung zum Großstadt-Robin-Hood gibt es zum Beispiel in Pankow. Ein Kurs ­besteht aus sieben ­Unterrichtseinheiten mit je zwei Unterrichtsstunden und kostet rund 75 Euro.
Infos unter www.schaftspalter.de

44 Schlagen Sie beim Golf die Bälle hoch hinaus! Auf der Golfer‘s Friend Driving Range: Die Anlage verfügt über ein Kurzspielareal, Abschlagboxen mit Flutlicht für die späteren Stunden und einen Indoor-Bereich. Wer so richtig auf den Geschmack gekommen ist, kann sich gleich den Schläger maßschneidern lassen. Keine Range-­Gebühr, Leihschläger 4 Euro, 30 Bälle 5 Euro. Cordesstr. 3, Grunewald, Tel. 32 60 32 50, www.golfersfriend.de

45 Gesünder geht’s nicht: Ernten Sie Ihr eigenes Gemüse!
An verschiedenen Plätzen in der Stadt können Sie sich Parzellen mieten oder beim gemeinsamen Anbau mitmachen. Wer jetzt noch einen Platz findet, kommt ­genau richtig zur ersten Ernte. Aber Vorsicht: Wenn Sie stundenlang im Beet oder auf dem Acker geschuftet haben, werden Sie sich vor allem nach Hopfen und Malz sehnen. Und das ist schließlich wieder wenig Wellness.
Infos zu Projekten: www.bauerngarten.net (Pankow),  www.meine-ernte.de (Lichtenberg), http://prinzessinnengarten.net (Kreuzberg),
www.ruebezahl-tempelhof.de (Neukölln)

46 Essen wie in Südostasien können Sie im Herzen Wilmersdorfs: Jedes Wochenende verwandelt sich der Preußenpark zwischen Konstanzer Straße und Fehrbelliner Platz in den sogenannten Thaipark. Dann bieten Thais, Chinesen und Laoten auf Decken und Hockern frittierte Bananen, Frühlingsrollen und Curry-Reis an. U Fehrbelliner Platz, Wilmersdorf

47 Der Kontrast könnte nicht größer sein. Das buddhistische ­Meditationszentrum Lotos Vihara mit seinem liebevoll gestalteten Garten liegt in einem Plattenbau­gebiet in Mitte. Eine Oase der Ruhe und Schönheit für eine Runde ­Meditation! Wer sich für den traditionellen Buddhismus interessiert, kann sonntags von 18-18.45 Uhr einsteigen. Jeden ersten Sonntag im Monat stehen die Türen ab 16 Uhr auch nur für Besichtigungen offen. 
Neue Blumenstr. 5, Mitte, Tel. 25 76 21 64, www.lotos-vihara.de


48 Das Badeschiff auf der Spree ­gehört im Sommer nur bedingt zu den stillen Orten der Stadt. Und dennoch können Sie hier Yoga unter freiem Himmel ausprobieren. Der Clou ist die Uhrzeit. Dienstags und freitags von 9 bis 10 Uhr hält die Yoga School Berlin ­Kurse im Ashtango Yoga ab. Da herrscht am ­Badeschiff vergleichsweise himmlische Ruhe. Kursgebühr: 9 Euro.
Badeschiff, Eichenstr. 4, Treptow, www.arena-berlin.de

49 Viele Asienreisende haben diese Mutprobe schon hinter sich, hierzu­lande klingt die Idee immer noch etwas verwegen: ­seine toten Hautzellen von kleinen Fischen aufessen zu lassen. Aber genau so eine Fußfischmassage bietet Fussfetifisch. Bei den türkischen ­Garra-Rufa-Fischen stehen alte Hautzellen auf dem Speiseplan. Eine willkommene Proteinquelle, die sie vorsichtig vom Fuß knabbern. Das schmerzt nicht, kitzelt aber ziemlich. Was tut man nicht alles für die Schönheit …
Danziger Str. 26, Prenzlauer Berg, Tel. 54 59 89 57, Mo-Sa 12-20 Uhr, www.fussfetifisch.com

50 Wer zuhause spontan eine Schönheitkur machen will, die mit den meisten Urlaubs-Ressorts mithalten kann, braucht keine teure Kosmetik. Eine Gurkenmaske ist ganz einfach. Naturbelassenen Quark ins Gesicht schmieren, Gurkenscheiben drauf, fertig. Das spendet der Haut Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig. Für ein Peeling vermischen Sie drei Esslöffel geriebene Mandeln mit zwei Esslöffeln Sahne und einem Teelöffel Honig zu einer Paste und massieren damit das Gesicht. Dann ab in die Wanne für ein ausgedehntes Cleopatra-Bad: Teelichter aufstellen, Entspannungsmusik an, ins Badewasser einen Liter Vollmilch, drei Esslöffel Öl und etwas Honig geben, je nach Aromavorliebe Lavendelöl oder frische Kräuter dazu.