Der Sommer 2007 war ein schwarzer für die norwegische Musikszene. Nachdem im Juli bereits Madrugada-Gitarrist Robert Burås tot in seiner Wohnung aufgefunden worden war, ereilte Anfang September Thomas Hansen alias St. Thomas das gleiche Schicksal. Ein Cocktail aus Psychopharmaka war schuld am Ableben des erst 31-Jährigen. Tragisch, aber nicht völlig überraschend.

 

Lange schon hatte der Singer/Songwriter an Depressionen gelitten und diese mit zu viel Alkohol und Medikamenten bekämpft. In den ungeschliffenen, stets etwas Unschuldiges ausstrahlenden Country-Folk-Songs von St. Thomas schimmerten diese Probleme nur selten durch, etwa wenn Hansen mit Neil-Young-Timbre über Selbstzweifel und Außenseitertum sang.

Fünf Jahre nach seinem Tod findet nun an Hansens zeitweiligem Wohnort Berlin ein Tribute-Konzert statt. Freunde und musikalische Weggefährten wie der Schlagzeuger Alexander Lindbäck oder die norwegische Band Ai Phoenix werden St.-Thomas-Stücke sowie eigene Lieder spielen und ihre Erinnerungen teilen. Auch sind Ausschnitte aus der noch unfertigen Doku „Burn the Place You Hide: The St. Thomas Story“ zu sehen. „There’s Only One of Me“ hieß Thomas Hansens letztes Album. Einen wie ihn gab es in der Tat nur ein Mal.

Konzert: 1.9., 19.30 Uhr, Kantine am Berghain, Friedrichshain, Eintritt 13 Euro, www.a-tribute-to-thomas-hansen.com