Abschied von Gestern
"ABSCHIED VON GESTERN ist der Film von jemandem, der das Kino gerade entdeckt hat und mit aller Unbefangenheit das macht, was andere nur unter großen Anstrengungen fertigbringen: neue Ausdrucksmittel finden." (Frieda Grafe)
Inhaltsangabe
Der Film erzählt von den Erlebnissen der Jüdin Anita G., die aus der DDR in die Bundesrepublik geflohen ist und auch hier in der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, die sie nicht annimmt, ständig auf der Flucht bleibt. Als sie wegen Diebstahls einer Jacke in der BRD vor Gericht steht, interessiert sich der Richter für die Gründe ihrer Flucht in den Westen.
zitty-Kritik 05/2012
Jungfilmklassiker:
Morgen vor 50 Jahren wurde das Oberhausener Manifest publiziert: Eine Gruppe von Jungfilmern erklärte „Papas Kino“ für tot und ihren Anspruch, eine andere Form von Filmen zu etablieren. Bis es damit so richtig losging, sollte es noch dauern. Einer dieser Anfänge – die oft mehr versprachen, als ihre Schöpfer in der Folgezeit halten konnten – war 1965 Alexander Kluges erster abendfüllender, programmatisch „Abschied von gestern“ betitelter Film. Darin gelang jener Abschied der gebeutelten Hauptfigur aber gerade nicht, sie geriet auf eine Odyssee durch die Bundesrepublik. Kluges schöne Schwester Alexandra bezauberte in der Rolle dieser unsteten Frau nicht nur in Deutschland die Cineasten, wollte jedoch leider partout keine Karriere vor der Kamera beginnen. Der gerade 80 gewordene Alexander Kluge etablierte sich zwar als intellektueller Kopf – doch sein Sinn für Komik, der hier immer wieder aufblitzte, wurde weitgehend ignoriert. Gym
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