VIDEOKUNST - Politische Kunst hat es derzeit in Russland besonders schwer, wie der Fall "Pussy Riot2 zeigt. Aber offene Kritik an Staat und Kirche zu betreiben wie die inhaftierten Aktivistinnen, ist nicht das Ding der Künstlergruppe AES+F. Sie nehmen sich die Zustände im Land subtiler vor, unter anderem mit einer Filmtrilogie, die im Martin-Gropius-Bau erstmals in Deutschland präsentiert wird. Waffen- und Gewaltverherrlichung, die Verschwendungssucht der Reichen, übertriebene Vorstellungen von Jugendlichkeit und Schönheit: Das sind die Themen, die das Künstler-Quartett in eine hyperrealistische Mischung aus Schauspielsequenzen und Computeranimationen verpackt hat (bis 3.12.). Eintritt 7, erm. 4 Euro, bis 16 Jahre frei.