Beschreibung

1960 trifft der Kunststudent Klaus Voormann in Hamburg zum ersten Mal die Beatles. Noch sind sie völlig unbekannt. Der 22-jährige Voormann freundet sich mit ihnen an und erlebt wie kein zweiter Deutscher die Aufstiegs- und Glanzzeiten der Pop-Ära mit.

Inhaltsangabe

Eine Zeitreise in die goldenen Jahre des Rock'n'Roll, ein intimerBlick hinter die Kulissen der Popkultur in London, New York und LA. Eine Geschichte von Freundschaft, Kunst und Musik. 1960 trifft der Kunststudent Klaus Voormann in Hamburg zum ersten Mal die Beatles. Noch sind sie völlig unbekannt und sehr jung. Der gerade 22 jährige Voormann freundet sich mit ihnen an. Er wird zum Vorbild, bald ahmen sie seine Frisur und seine Art, sich zu kleiden nach. Als er drei Jahre später mit ihnen in London in ihrer Wohngemeinschaft zusammenlebt, sind sie selbst schon Inbegriff einer neuen Jugendkultur. Voormann arbeitet zunächst als Grafiker. 1966 gewinnt er mit dem Beatles Cover Revolver als erster Deutscher einen Grammy. Im gleichen Jahr wird er Bassist der Manfred Mann Band und ab 1969 in John Lennons Plastic Ono Band. Danach folgt eine Karriere sowohl als Grafiker, mit weiteren Cover Entwürfen für die Bee Gees und die Beatles, sowie als Studiomusiker. Er arbeitet mit B.B. King, Harry Nilsson, Lou Reed, Carly Simon, Jerry Lee Lewis,Ravi Shankar, Art Garfunkel, Keith Moon, Donovan, James Taylor, Randy Newman und vielen anderen.

zitty-Kritik 14/2011

Musikdokumentarfilm 
Als der Kunststudent Klaus Voormann 1960 ein paar völlig unbekannte Musiker aus Liverpool im Hamburger Kaiserkeller trifft, war das nicht nur der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Die Geschichte des einzigen Deutschen, der in den 60er und 70er Jahren in der ersten Liga des Rock’n’Roll mitspielte, zeichnet dieser Dokumentarfilm nach. Regisseur Jörg Bundschuh begleitet 2009 den 71-Jährigen zu den Sessions für dessen erstes eigenes Album „A Sideman’s Journey“. Und erzählt damit eine kleine Geschichte des Pop. Voormann gestaltete nicht nur das bahnbrechende Cover der Beatles-LP „Revolver“, sondern spielte bei Manfred Mann, war Gründungsmitglied von John Lennons Plastic Ono Band und gefragter Sessionmusiker. Fast wäre der in Frohnau aufgewachsene Künstler der offizielle fünfte Beatle geworden, doch Paul übernahm den Bass. Später wird der deutsche Beatles-Kumpel doch noch zu so was wie ihrem Bassisten: In den 70er Jahren spielte er auf den Soloalben von John, George und Ringo.
Voormann trifft seine alten Weggefährten wieder, er jammt mit McCartney, Starr, Joe Walsh oder Carly Simon. Man spürt, dass hier echte Zuneigung das Geschehen bestimmt, und kurz scheint Voormann auch zu bereuen, dass er diese Musikerszene 1980 verließ, um etwa Trios „Da, Da, Da“ zu produzieren und wieder als Grafiker zu arbeiten. Ein bewegendes Stück Musikgeschichte.     Friedhelm Teicke