Inhaltangabe

Bis Weihnachten sind es nur noch zwei Wochen und es regnet in Strömen – von Festtagsstimmung keine Spur! Ben (Noah Kraus) ist mit seinen Eltern Lena (Jessica Schwarz) und Fred (Fritz Karl) aus der großen in die kleine Stadt gezogen, aber er fühlt sich noch lange nicht zu Hause. Bens Mutter ist mit der Eröffnung ihres Schokoladenladens beschäftigt, in der neuen Klasse läuft es auch nicht gerade gut, und das Nachbarsmädchen Charlotte (Mercedes Jadea Diaz) scheint eine schreckliche Zicke zu sein. Da fällt während eines heftigen Gewitters der Weihnachtsmann Niklas Julebukk (Alexander Scheer) vom Himmel und stellt Bens Leben völlig auf den Kopf: Julebukk wird von dem bösen Waldemar Wichteltod (Volker Lechtenbrink) und seiner Nussknackerarmee verfolgt, die das friedliche Weihnachtsfest in eine kalkulierte Konsum-Orgie verwandeln wollen. Keine Frage, dass Ben Julebukk hilft. Allerdings benötigt er dazu auch die Unterstützung von Charlotte – und ihrem Hund Wutz. Gemeinsam stürzen sie sich in ein wildes Abenteuer mit unsichtbaren Rentieren, die trotzdem fliegen können, frechen Kobolden und zauberhaften Weihnachtsengeln. Doch Vorsicht: Mit Waldemar Wichteltod ist nicht zu spaßen!

zitty-Kritik 24/2011

Kinderfilm
Der Weihnachtsmann ist jung, cool und nett – er ist schließlich Alexander Scheer. Doch eine sympathische Besetzung macht noch keinen gelungenen Film. Weihnachten in dieser Filmwelt ist so: Eltern schenken ihren Kindern seelenlose Kaufgeschenke im Gegensatz zu den schönen, gebastelten Wichtelgeschenken vom richtigen Weihnachtsmann. Als ob Kinder das dem Angebot der Kaufhäuser vorziehen würden. Der falsche Weihnachtsmann heißt Waldemar Wichteltod, kommt mit Motorschlitten und Rockmusik und singt „Weihnachten muss teuer sein“. Das kann der letzte gute Weihnachtsmann Niklas Julebukk (Scheer) natürlich nicht zulassen und verbündet sich mit den Kindern Ben und Charlotte.
Der Film ist mit spektakulären Tricks gespickt, lustige Szenen gelingen mit den Engeln und den Wichteln in ihrer Werkstatt. Natürlich muss am Ende alles gut ausgehen, dagegen ist nichts einzuwenden. Aber dass das Trennungskind Charlotte zu Weihnachten ein Wiedersehen mit ihrem Papa geschenkt kriegt – was für eine Botschaft. So etwas sollen Eltern übers Jahr regeln und nicht als Happyend zu Weihnachten verschenken. Petra Wille