Ang babae sa septic tank - The Woman in the Septic Tank
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Motto: Berlinale 2012
zitty-Kritik
Satire
Ganz schön frech, wie unverblümt Marlon Rivera in seinem Debütfilm die Muster der philippinischen Filmindustrie aufs Korn nimmt. Er erzählt von zwei ziemlich selbstverliebten Jungs, die davon träumen, einen Film zu drehen, internationalen Erfolg zu haben. Und wie macht man das? Genau, man versucht die Erwartungen von Festivals und Kritikern zu erfüllen, indem man einen möglichst depressiven Blick auf sein Land wirft, mit Armut, Dreck, Kindesmissbrauch.
Verschiedene Versionen dieser Filmmach-Geschichte spielt der Film durch, mal mit der einen, mal mit einer anderen Darstellerin, mal als Musical, mal als Seifenoper, mal im Festival-Minimalismus, mal in den beliebten verwackelten Handkamerabildern. Sehr pointiert werden die Strukturen einer Filmindustrie auf den Arm genommen, die zwar einerseits nicht ohne Grund momentan angesagt ist, andererseits stets Gefahr läuft, in die Muster zu verfallen, die hier so pointiert aufgezeigt werden.
Michael Meyns
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