Angele und Tony
Inhaltsangabe
Angèle sucht einen Mann, um neu anzufangen. Sie braucht einen Vater für ihren Sohn Yohan sonst bekommt sie ihn nicht wieder. Auf ihre Anzeige meldet sich Tony, ein einfacher Fischer, der nicht viel Worte macht. Angèle glaubt, sie könne ihn mit ihrer Schönheit ködern. Tony schreckt vor ihrer schroffen Art zurück, aber er spürt ihre Sehnsucht und gibt ihr eine Chance als Verkäuferin. Seine Mutter ist wenig angetan. Was wissen sie eigentlich von dieser Frau, die ihren Sohn unbedingt heiraten will?
zitty-Kritik 16/2011
Beziehungsdrama
Angèle kommt aus dem Nichts in Tonys Leben und beschließt, ihn zu heiraten. Der Fischer ist überrumpelt von dieser scheinbar furchtlosen und direkten Frau, die nichts von sich preisgibt und ständig Grenzen überschreitet. Doch für lange Vertrauensbeweise bleibt der schönen Angèle keine Zeit. Sie muss ihren Bewährungshelfer davon überzeugen, dass sie ihr Leben im Griff hat. Erst dann kann sie ihren Sohn aus der Obhut ihrer Ex-Schwiegereltern zurückholen. Trotz Zurückweisung nistet sich die Fremde also bei Tony ein, der dies als Provokation für die bei ihm lebende Mutter geschehen lässt. Doch während Angèle durch ihr verzweifeltes Vorhaben, eine Familie zu gründen, von einer Lüge in die nächste rutscht, übersieht und übergeht sie die Gefühle ihres sozialen Umfeldes. Erst die Verweigerung ihres Sohnes, überhaupt mit ihr in Kontakt zu treten, lässt sie innehalten.
Regisseurin Alix Delaporte schafft in ihrem Debütfilm ein ruhiges, anrührendes und oft ungemütliches Beziehungsdrama zwischen scheinbar verirrten Seelen. Gerade durch ihre langsame Erzählweise und mit beobachtenden Bildern vom Alltag im Fischerdorf schafft sie eine detailgetreue Atmosphäre. So wirkt das Drama nie überhöht, auch wenn die Dinge sich hin und wieder zum scheinbar unmöglich Schönen wenden. Sophie Narr
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