Arschkalt
Inhaltsangabe
Gibt es ein Leben vor dem Tod? Vielleicht schon, aber es ist ARSCHKALT. Der Titel ist Programm: Ein emotional eingefrorener Tiefkühlkostlieferant erhält auf seiner Odyssee durch die Provinz die Chance wieder aufzutauen. Dabei offenbaren sich nicht nur die unterschiedlichen Aggregatszustände menschlicher Beziehungen, sondern auch, welche Chancen manchmal im Scheitern liegen. Die Geschichte: Zwei Männer und ein Tiefkühltransporter. Der zynische Ex-Firmeninhaber Berg (Herbert Knaup) will nur seine Ruhe. Sein neuer Partner dagegen, der naive Moerer (Johannes Allmayer), redet gern. "Dieser Transporter ist zu klein für zwei!". Aber zwecklos, Berg kann seinen lästigen Beifahrer erst dann wieder loswerden, wenn er ihn zu einem guten Verkäufer gemacht hat, so die Forderung der forschen neuen Chefin Lieke van der Stock (Elke Winkens). Vom arschkalten Misanthropen Berg ist plötzlich Teamgeist gefragt. Gefühlte 876 Tiefkühlpizzen, 4322 Fischstäbchen und 12.887 Garnelen später beginnt er aufzutauen. Doch damit fangen die Probleme erst so richtig an...
zitty-Kritik 15/2011
Komödie
Die vom Vater geerbte Firma hat Berg in den Sand gesetzt, nun jobbt er widerwillig als Fahrer eines Tiefkühlkonzerns. Zu allem Unheil bekommt er noch noch die naive Labertasche Moerer von der toughen Chefin Lieke van der Stock an die Seite gesetzt. Moerer nervt gewaltig, doch allmählich gelingt es ihm, die harte Schale Bergs zu knacken. Und Frau van der Stock scheint auch gar nicht so übel zu sein. So kommt Wärme in Bergs eiskaltes Dasein.
Mit seinem Debüt „Selbstgespräche“ über ein Callcenter tauchte Regisseur André Erkau schon einmal sehr gekonnt in die Arbeitswelt ein. Auch hier sind die Figuren liebevoll charakterisiert, die Dialoge spritzig und die Schauspieler gut. Doch leider driftet das Ganze mitunter etwas ins Alberne ab. Martin Schwarz
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