Asche und Diamant
Markstein des europäischen Nachkriegskinos!
Inhaltsangabe
Als die Lautsprecher das Ende des Zweiten Weltkrieges verkünden, werden am Rande einer polnischen Kleinstadt zwei Männer getötet. Einer der Schützen ist der 20jährige Maciek. Er hat als Mitglied einer Untergrundgruppe gegen die Deutschen gekämpft und soll jetzt gegen die Kommunisten vorgehen. Maciek will aussteigen, möchte endlich leben. Doch trotz seiner quälenden Zweifel führt er den Auftrag aus und stirbt einen einsamen, sinnlosen Tod.
zitty-Kritik 25/2011
Andrzej Wajda: Asche und Diamant (OmU)
Ungarn und Polen, jene beiden Länder, die wesentlich zum Untergang des Ostblocks beitrugen, machten schon zuvor immer wieder Ärger – und so gab es dort auch zumindest zeitweise größere Freiheiten für die Kultur und die Künstler als etwa in der DDR. Daher konnte ein Film wie dieser entstehen, der das Schicksal eines polnischen Untergrundkämpfers am Ende des Zweiten Weltkriegs und den damaligen innerpolnischen Konflikt relativ differenziert schildert. Geht es doch nicht um einen kommunistischen Partisanen, sondern um einen Kämpfer der „Heimatarmee“, der, nachdem die Stalinisten im Gefolge der sowjetischen Besatzer die Macht übernommen haben, einen ihrer Funktionäre ermorden soll. Nach „Kanal“, der zur Zeit des Warschauer Aufstands 1944 spielt, verfestigte Andrzej Wajda mit diesem 1958 gedrehten Frühwerk seinen internationalen Ruf. Hier läuft der ebenso expressive wie existenzialistische Streifen in der großen Wajda-Werkschau, die derzeit außer im Zeughauskino auch im Arsenal, im Hackesche Höfe Kino und im Filmmuseum Potsdam stattfindet. Gym
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