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Ein riesiger Asteroid von über 100 Kilometern Durchmesser rast der Erde entgegen – und auch der letzte Versuch ihn aufzuhalten ist gescheitert. Ebenfalls gescheitert ist die Ehe des sanftmütigen Versicherungsvertreters Dodge (Steve Carell). Die Top-Nachricht des Tages lautet: In rund 21 Tagen wird die Welt untergehen. Das ist das Stichwort für Dodges Ehefrau Linda (Nancy Carell): Sie verlässt ihn auf der Stelle. Dodge ist ein Mann, der sich immer an die Spielregeln gehalten hat;seine Nachbarin Penny (Keira Knightley) hingegen ist eine extrovertierte junge Frau, die nichts allzu ernst nimmt. Von diesen gegensätzlichen Perspektiven aus behalten beide aber angesichts des nahenden Weltuntergangs zunächst einmal ihre Scheuklappen auf. Dodge lehnt es ab, seine Freunde auf zunehmend wagemutigen Unternehmungen zu begleiten, während Penny sich auf ihre Beziehungsprobleme mit einem selbstbezogenen Musiker fixiert.

zitty-Kritik

In 21 Tagen geht die Erde unter! So lautet die fatale Anfangsnachricht im Radio, und damit ist das Ende des Films vorweggenommen: Ein gewaltiger Asteroid wird alles Leben auf der Erde vernichten. Was macht man also, wenn man nur noch drei Wochen zu leben hat? In Lorene Scafarias Debütfilm wird das Undenkbare zu Ende gedacht, und die Folgen für die Handlung dieses ungewöhnlichen Films sind zugleich abstrus, komisch, bitter und tragisch.
Da ist zunächst der biedere Dodge (wandelt immer häufiger jenseits der reinen Comedy-Pfade: Steve Carell), dem zum Weltuntergang die Frau davonläuft und der zu allem Überfluss mit Monaten Verspätung erfährt, dass die Liebe seines Lebens sich stets nach ihm verzehrt hat. Und da ist Dodges überspannte Nachbarin Penny (Keira ­Knightley), die nicht nur der Grund ist, warum er die bedeutsame Nachricht mit Verspätung erhalten hat, sondern die auch selbst erkennt, dass sie einsam und ohne Freund sterben wird. Während um sie herum das Chaos ausbricht, weil nichts mehr Wert oder Bestand hat, beschließen Dodge und Penny, auf eine gemeinsame Reise zu gehen. Er ist auf dem Weg zu seiner Jugendliebe, und sie will zu ihrer Familie, nach Hause. Ihre Reise wird zu einer Mischung aus Horrortrip und Befreiungsschlag, bis sie, pünktlich zur Apokalypse, erkennen, was wirklich wichtig ist.
Trotz Keira Knightleys beschränkter Mimik und ihres ständig gleichen Grinsens ist dieses Endzeitszenario ebenso schräg wie unterhaltsam, auch weil Steve Carells stets bedepperte Miene einen hübschen Kontrapunkt bietet. Ein stimmiges Wechselbad der Gefühle. Mani Beckmann