Ausente - Absent
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Motto: Berlinale 2011
zitty-Kritik 02/2012
Coming Out
Er ist jung, schön und begehrenswert. Martin Blanco trägt diese Attribute wie eine Waffe. Für seine erwachende sexuelle Identität sucht er sich rücksichtslos sein Opfer aus: den Schwimmlehrer Sebastián. Unter Vorwänden schafft Martin es, bei seinem Pauker übernachten zu können. Zudem nutzt er jede Gelegenheit, sein Opfer in größte Verlegenheit zu bringen. Der 16-Jährige bringt Sebastián sogar dazu, seine Sexualität in Frage zu stellen. Auch wenn sein Schüler seit dieser Nacht mit Abwesenheit glänzt, geht er dem Lehrer nicht mehr aus dem Kopf. Der intrigante Jugendliche beherrscht das emotionale Spiel mit gefährlicher Nähe und kalter Distanz erschreckend gut.
Das Besondere des Coming-out-Dramas ist der Einsatz klassischer Thrillerelemente. Kameraperspektive und Musik lassen die Fantasie des Zuschauers brodeln. Erpressung, Mord, Sex – alles könnte passieren. Die Vorgehensweise des Schülers sowie die Ohnmächtigkeit des Lehrers erzeugen schnell Spannung. Doch leider überstrapaziert der argentinische Regisseur Marco Berger Angedeutetes oder Unausgesprochenes. Was reizvoll und faszinierend beginnt, verpufft durch zuviel „Ausente“ – zu deutsch: Abwesenheit. Maria Eißner
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Kommentare
Du kannst es ja.....Deine Kritiken bekommen tatsächlich Niveau ! Gut gemacht !