Bezaubernde Lügen
Inhaltsangabe
Für die 30jährige Emilie (Audrey Tautou) ist ihr Friseursalon mehr als nur ein Ort zum Haareschneiden. Voller Wonne mischt sie sich in das Leben ihrer Kundinnen, Angestellten und Freundinnen ein. Und meistens tut sie es mit Erfolg, egal ob es um den richtigen Schnitt oder Rat in Liebesfragen geht. Nur ihrer Mutter Maddy (Nathalie Baye), die von ihrem Mann verlassen wurde und ihre Lebensfreude verloren hat, scheint sie nicht helfen zu können. Eines Tages erhält Emilie einen anonymen Liebesbrief dass er von Jean (Sami Bouajila) stammt, der als Hausmeister in ihrem Friseursalon arbeitet und zu schüchtern ist, um sich ihr zu offenbaren, ahnt sie nicht. Die gefühlvollen Zeilen beeindrucken Emilie so wenig, dass sie kurzerhand im Papierkorb landen. Doch dann kommt ihr eine Idee: Warum nicht ihrer Mutter eine Freude damit machen? Gesagt, getan. Maddy lebt wieder auf, als sie die scheinbar an sie gerichteten Worte liest. Doch Émilie freut sich zu früh über den Erfolg denn Maddy wartet voller Sehnsucht auf weitere Zeichen von ihrem anonymen Verehrer.
zitty-Kritik 02/2012
Liebeskomödie
Ein Liebesbrief, der gezielt in die falschen Hände gelangt, bringt das neueste Werk des französischen Verwechslungskomödienspezialisten Pierre Salvadori in die Gänge. Eine Prise „Cyrano de Bergerac“, dazu die Toffifee-Augen von Audrey „Amélie“ Tautou, die sonnige Atmosphäre von Sète in der Provence – et voilà! Friseursalonbesitzerin Émilie (Tautou) macht sich Sorgen um ihre Mutter Maddy, die unter der Trennung von ihrem Ehemann leidet. Obwohl sie das sehr stilvoll und französisch macht („Lass mich doch in Ruhe auf meinem Sofa trauern und allein sein!“), packt Émilie die Gelegenheit beim Schopf: Als der schüchterne Jean ihr einen anonymen Liebesbrief schreibt, leitet sie ihn kurzerhand an Maddy weiter. Das seltsame Liebeskarussell setzt sich in Bewegung – und gerät natürlich alsbald außer Kontrolle.
Schöne Menschen turteln in schönem Ambiente (obwohl man gerne mehr vom Midi-Flair des fürs Kino noch unentdeckten Drehortes Sète gesehen hätte), die schöne Nathalie Baye in einer Mutterrolle – und Judith Chemla in einer Nebenrolle als naive Paulette, die den anderen Akteuren fast die Schau stiehlt. Luftige, duftige, sommerflirrende Kinounterhaltung aus Frankreich – in diesem Subgenre durchaus befriedigend. Gerald Jung
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