Carnaval de Riosucio - Bis der Teufel uns holt
m. Gästen
zitty-Kritik 25/2011
Dokumentarfilm:
In dem kolumbianischen Städtchen Riosucio kehrt alle zwei Jahre der Teufel ein. Mitten in den Anden wird eine besondere Art von Karneval gefeiert, sechs Tage lang, mit bunten Kostümen, Musik, bis zu 150.000 Besuchern und jeder Menge Frieden. Trotz Beelzebub? Gerade wegen! Und das in einem Land, das vor allem für Drogenschmuggel, Paramilitärs und Korruption bekannt ist. Die „Riosucueños“ verehren den Teufel nicht als Satan, sondern als Symbol der Brüderlichkeit, wie es bereits die lateinamerikanischen Ureinwohner taten. Der Film von Alexander Preuss und Nathalie Soulier erzählt liebevoll die Geschichte von der Sehnsucht nach Frieden. Dabei bedarf es keines Erzählers oder Kommentars, denn die Einwohner Riosucios können für sich selbst sprechen. Ihr Charme zieht den Zuschauer in ihre Welt. UnWenn die 45 Minuten des Films vorbei sind, fragt man sich, warum nicht jeder seine Probleme auf eine solch unkonventionelle Art löst. Vielleicht erklärt das ja das Filmteam bei der heutigen Premiere. Clemens Jacker
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