Cheyenne - This Must Be the Place
Inhaltsangabe
Cheyenne (Sean Penn) war ein gefeierter Rockstar. Er ist 50 Jahre alt und sieht immer noch so aus wie damals, ein Goth mit schwarzen, toupierten Haaren, weiß geschminktem Gesicht und rotem Lippenstift. Seit Jahren lebt er zurückgezogen mit seiner Frau Jane Frances (McDormand) in einer Villa in Dublin, immer sachte schwankend zwischen gepflegter Langeweile und nagender Depression. Der Tod seines Vaters, mit dem er seit 30 Jahren nicht gesprochen hat, führt ihn zurück nach New York. Dort erfährt er von der Besessenheit seines Vaters: Rache zu nehmen für eine schwerwiegende Demütigung, die er erfahren musste. Cheyenne beschließt, die Suche seines Vaters fortzuführen. Und begibt sich auf eine Reise, die ihn ins Herz der USA und zu sich selbst führt.
zitty-Kritik 23/2011
Tragikomödie
Die schwarzen, langen Haare, das Gesicht bleich, die Lippen blutrot geschminkt. Sean Penn ähnelt hier äußerlich Robert Smith von The Cure. Er gibt den gealterten Popstar Cheyenne als zerbrechliche Gestalt zwischen Parodie und Tragik. Nach dem selbstgewählten Ende seiner Karriere lebt Cheyenne zurückgezogen in Dublin. Als sein Vater im Sterben liegt, bricht Cheyenne in seine alte Heimat New York auf. Doch er kommt zu spät. Er erfährt von der Obsession des Vaters, sich für eine schwere Demütigung durch einen Nazi rächen zu wollen und beschließt die Suche des Vaters nach dem Schergen fortzuführen. Auf seiner Reise durch die USA trifft er auf allerlei skurrilen Gestalten und findet vor allem sich selbst.
In seinem ersten englischsprachigen Film deutet der Italiener Paolo Sorrentino („Il Divo“) vieles nur an, lässt manche Episode offen. Die großartigen Bilder, der feine Einsatz der Farben und die Musik von David Byrne ergeben ein berührendes Ganzes. Kein einfacher Film, aber Sean Penn ist ein Ereignis. Markus Raska
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