Als Anfang der 60er Jahre zwei Schülerbands sich zu Einer vereinten, hatten sie nie damit gerechnet, professionelle Musiker zu werden. Vor ihrem ersten Auftritt 1962 im Klub der Technischen Hochschule in Budapest, hatte die Band noch keinen Namen. Sie hatte sich nicht einmal Gedanken darüber gemacht und überließ es einfach dem Geschick des Veranstalters. »Heute Abend: OMEGA live!« titelte dieser dann das erste offizielle Konzert. Damit war eine der kuriosesten Namensgebungen vollzogen. Niemand hätte je geahnt, dass diese Band einige Kapitel der internationalen Rockgeschichte mitschreiben und den Namen OMEGA als Markenzeichen in der Rockszene etablieren würde. Bereits 1968 erhielt OMEGA als erste Ost-Band die Einladung für eine England-Tour. Dort trat sie u.a. im englischen Fernsehen auf und produzierte bei Decca, der damaligen Plattenfirma der Rolling Stones, ihr erstes Album.

Die Weltkarriere von OMEGA begann 1970 mit dem Erfolgstitel »Gyöngyhajú lány« (Pearls In Her Hair), gekrönt durch einige Awards bei internationalen Festivals u.a. in Japan.

OMEGA Songs wurden bis heute mehr als einhundert Mal in diversen Sprachen gecovert. Im Jahr 1970 wurde z. B. von Frank Schöbel »Schreib es mir in den Sand« veröffentlicht und die Scorpions coverten denselben Song 1996 als »White Dove«. Die Band tourte durch Europa, trat auf bedeutenden internationalen Festivals auf und teilte die Bühne mit Musikgrößen wie Queen oder The Who. 1972 schafften sie es in der Essener Gruga-Halle in das Vorprogramm der Rolling Stones. In den Albumcharts der 1977er konkurrierte ihr Album »Timerobber« mit »Animal« von Pink Floyd um die Pole-Position und wurde in Westeuropa zum Millionenseller.

1984 zog sich die Band in ihre Heimat nach Ungarn zurück und spielte dort einige Stadionkonzerte. Nach langer selbstgewählter Auslandsabstinenz startete sie 2005 ihr internationales Comeback mit einer Tour durch Serbien, Rumänien, der Slowakei und Deutschland. OMEGA produzierte Platten in Ungarisch, Deutsch und Englisch, welche weltweit Platin- beziehungsweise Goldstatus erreichten und sich insgesamt ca. 50 Millionen mal verkauften.

Am 27. Oktober 2010 erschien bei der deutschen Plattenfirma Edel ihr neues Studioalbum mit dem Titel: »OMEGA Rhapsody«, das in 26 weiteren Ländern veröffentlicht wurde. Dies ist die erste neue internationale Albumveröffentlichung der Band seit 14 Jahren.

Die »Rhapsody«-Premiere mit dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unter der Leitung von Matthias Erben fand am 27.05.2011 auf dem ausverkauften Hallmarkt in Halle anlässlich der »Händels-Open« statt; im Frühjahr diesen Jahres folgten 14 ausverkaufte Hallen-Konzerte in Ungarn und erfolgreiche Shows in Serbien und Rumänien.

Das ca. 2,5 stündige Konzert gliedert sich in drei Teile. Auftakt ist die »Symphonie« mit ca. 30 Minuten, nahtlos geht es dann weiter mit der »Rhapsody« (ca. 80 MInuten) und zum Abschluss gibt es »Nostalgie« (ca. 30 Minuten). In dem letzten Teil spielt die Band einen Teil ihrer größten Hits. Grundlage der einzigartigen Symphonie, ist ein musikalisches Rendezvous mit dem ungarischen Komponisten Franz Liszt.

Voraussichtlich wird die Band wie folgt besetzt sein: Jànos »Mecky« Kòbor - Gesang, Ferenc »Ciki« Debreczeni - Schlagzeug, Làszlo »Laci« Benkö - Erster Tastensatz,  Zsolt Gömöry - Zweiter Tastensatz, Kathy Zee - Bass, Tamàs Szekeres - Gitarre, JC Connington - Gesang.