Copacabana (2012)
Tragikomödie
Beschreibung
Als ihre Tochter Babou von der Hochzeitsfeier auslädt, beschließt sie, sich ein ordentliches Leben aufzubauen. Als sie einen Job bei einer Immobilienfirma ergattert, wird ins belgische Ostende beordert. Anfangs kommt die Chaotin gut zurecht.
Inhalt
Babou (Isabelle Huppert) ist mit sich im Reinen: Ungebunden, optimistisch und etwas durchgeknallt lebt sie ihr leicht chaotisches Leben. Arbeiten, Heiraten oder Verantwortung sind nicht so ihr Ding. Viel lieber nimmt sie das Leben so, wie es gerade kommt und macht das Beste daraus. Dass die Leute sie komisch anschauen und sich über sie lustig machen, scheint sie genauso wenig zu stören, wie die Tatsache, dass ihr Konto wieder einmal völlig in den Miesen ist. Doch dann gesteht ihre Tochter Esméralda (Lolita Chammah) ihr, dass sie demnächst heiraten wird, und bittet ihre Mutter gleichzeitig, der Hochzeitsfeier fernzubleiben, um Peinlichkeiten vorzubeugen. Tief getroffen beschließt Babou, sich ein stabileres Leben zu organisieren und einer ernsthaften Arbeit nachzugehen.
zitty-Kritik 14/2012
Babou (Isabelle Huppert) träumt oft von einem Leben an der sonnigen Küste Brasiliens. Ihr Alltag steht im krassen Gegensatz dazu. Sie hat keine Arbeit, kein Geld, keinen Ehemann und führt ihr wunderbar chaotisches Leben in einer tristen Stadt in Nordfrankreich. Zur 22-jährigen Tochter Esméralda (Hupperts Tochter Lolita Chammah), die sich ein ruhiges Leben wünscht, hat Babou eine angespannte Beziehung. Die erreicht ihren Höhepunkt, als Esméralda ihre Mutter aus Angst, sie könnte sie blamieren, bittet, nicht zu ihrer Hochzeit zu kommen. Die Mutter ist
gekränkt und beschließt, ein neues Leben zu beginnen. Sie bewirbt sich bei einer Immobilienfirma und zieht ins belgische Ostende, um Käufer für Ferienappartements anzuwerben. Der Zuschauer ist stets auf Babous Seite, der die große Isabelle Huppert mit vielen kleines Details zu ihrem lebensfrohen Wesen verhilft. Die überzeugende Schauspielleistung des echten Mutter-Tochter-Duos sorgt für eine atmosphärische Dichte und lässt den Zuschauer das Hin und Her des Konflikts gespannt verfolgen.
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