Vor genau 100 Jahren ahnte niemand, welch bedeutendes Kapitel der europäischen Kinogeschichte begonnen wurde, als man im obersten Stockwerk einer alten Fabrik mit dem Filmdreh loslegte. Das Fabrikgebäude avancierte zur Keimzelle der Traumfabrik zu Babelsberg, deren 100. Geburtstag derzeit auch mit einer Ausstellung im Filmmuseum Potsdam begangen wird. Eine kleinere Schau im Foyer wird am 13.2. eröffnet: Über asta Nielsens Wirken in jenen Tagen, spielte die Dänin doch nicht nur die Hauptrolle in "Der Totentanz", sondern war bis zum Beginn der Tonfilmzeit ein Superstar des europäischen Kinos. Das Ehe- und Eifersuchtsdrama und das erhaltene Bruchstück des ebenfalls von Nielsens damaligem Gatten Urban Gad inszenierten Streifens "Die Filmprimadonna" von 1913 werden heute live Peter Gotthardt am Klavier begleitet. Eine Einführung zu den Werken gibt Stefan Drößler, der für die jüngst erfolgte Rekonstruktion des Fragments von "Der Totentanz"verantwortlich zeichnet.