Die Kirche bleibt im Dorf
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Mit der schwäbischen Gemütlichkeit ist es in Oberrieslingen und dem Nachbardorf Unterrieslingen seit Menschengedenken vorbei! Die einen haben die Kirche, die anderen den Friedhof. Das bringt ständigen Verdruss für beide Seiten. Aktuell sorgt ein Schlagloch direkt auf der Gemarkungsgrenze zwischen den beiden schwäbischen Dörfern für Ärger: Keiner fühlt sich für die Reparatur verantwortlich. Die Lage eskaliert, als Oma Häberle aus Oberrieslingen das Zeitliche segnet, ein reicher Amerikaner viel Geld für die Kirche bezahlen will, und ein Geheimnis offenbar wird.
zitty-Kritik
S’isch aber au mol Zeit worra: A Spielfilm, in dem Schwäbisch gschwätzt wird, ond zwar net so a bisle, sondern gscheit und ohne Romgeoire. Ond des isch er jetz also, hochdeitsch „Die Kirche bleibt im Dorf“ hoißt er. Schauplatz: die boide fiktive Dörfla Onder- ond Oberrieslinga (jetzt woiß ma endlich, wo die Weinsort aigentlich herkommt). Die Einwohner von de boida Örtla send sich seit Generationa spinnefeind, b’sonders, weil se sich die kloina Kirch em oina Ort ond dr Friedhof em andra doila missat. Ganz vorna bei de Streithammel: dr Wirt Gottfried Häberle hüba ond die Elisabeth Rossbauer drüba. Was die zwoi no net ahnet: ihre Kendr, d‘Klara Häberle ond dr Peter Rossbauer, die hen was mitanandr. Ond em Peter sai elderer Bruader Karl, der hot a Aug auf d’Maria Häberle gworfa. Aber mit dera isch net guat Kirscha essa.
Dampf kommt ins schwäbische Liebes- ond Landleba, als a gschniegelter Ami ond sai hochdeitscher Hilfs-Depp aufdauchat, die d’Kirch kaufa wellat. Ja, d’ganza Kirch! Abr worom? Do got doch ebbas net mit rechta Denge zua! Also missat sich letschtendlich die verfeindete Dorf-Parteia zammaraufa, um von dene Reigschmeckte net ibern Disch zoga zum werra.
Für ons Exilschwoba isch’s a echta Ohraweide, endlich mal an overfälschta Dialäkt em Kino zum hera. Überrascht hot au no, dass sich bekannte Schauspielerinna wia die Karoline Eichhorn und die Natalia Wörner als echte Stuagerterinna outet ond ned bloß oimal ihr „Scheißdräck!“ in d‘schwäbischa Heimatluft blärrat. Dia hen älle so an Spaß am Schpiel – des isch aschteckend. Da vrzeiht mr dann au gern, dass die Komedie von der Ulrike Grote wega manch miadem Kalauer efter mol ootz knapp am peinlicha Volksschwank vorbeirutscht ond die „sauluschtiga“ Blosmusik oim auf de Nerva romdrampelt. Spaß gmacht hot’s oinaweg. De viele Schwoba en Berlin isch’s zu verdanka, dass der Film au dahanna alauft. Ond d’Fischkepf kommat scho au mit, koi Sorg. Martin Schwarz
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