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Alex ist ein ziemlicher Loser. Seine Träume von einer Theaterkarriere platzen, und dann verlässt ihn auch noch seine Freundin Lisa. Der einzige Job, den ihm das Arbeitsamt anbietet, ist, als Betreuer in einem Behindertenheim in einer Provinzstadt zu arbeiten. Alex versucht das Beste daraus zu machen und meldet seine Behinderten-Truppe bei "Schweden sucht den Superstar" an – das kann natürlich nur schiefgehen.

zitty-Kritik

Es ist nicht so, dass für Alex die Arbeit mit behinderten Menschen eine Herzensangelegenheit ist. Das örtliche Arbeitsamt hat einfach keinen anderen Job für den Loser und Tagträumer, der so gerne hoch hinaus möchte. Pünktlichkeit ist auch nicht seine Stärke, was seine neue Vorgesetzte Hanna nervt. Aber schnell geht Alex im Umgang mit Ebbe, Leif, Katarina, Kristina Filippa und Kjell-Ake voll auf. Und der eintönige Job im holzverarbeitenden Gewerbe – das kann doch noch nicht alles für die Gehandicappten gewesen sein. Alex entdeckt bei ­seinem Team ein Faible für die Musik und den Wunsch, bei der TV-Show „Schweden sucht den Superstar“ als Kandidaten aufzutreten. Doch sowohl die anderen Betreuer als auch die Eltern der behinderten Sänger sind gegen diesen Auftritt. Also nehmen Ebbe und die anderen die Sache selbst in die Hand. Sie türmen und machen sich auf vom Provinzstädtchen Richtung Fernseh­studio in Stockholm. Ein hektischer Alex ist ihnen auf den Fersen.
Das Behindertenensemble Glada-Hudik-Theater feiert in Schweden schon seit ­Jahren ähnliche Erfolge wie das Theater Ramba Zamba in Berlin, die Inszenierung „Elvis“ hat es sogar bis an den Broadway geschafft.  Einige Mitglieder von Glada Hudik sind nun die Stars in diesem von Herzen kommenden Film. Mit wieviel Verve und Charme sie bei der Sache sind, das macht Spaß.
Doch auch sie können letztlich nicht verhindern, dass der Film dramaturgisch doch sehr einfach gestrickt ist und echte Über­raschungen in der Geschichte ausbleiben. Man erinnere sich an den wunderbaren deutschen Film „Verrückt nach Paris“ von 2002, in dem es um einiges anarchistischer zuging. Übrigens: Einige Mitglieder von Ramba Zamba waren für die Synchronisation von „Die Kunst sich die Schuhe zu binden“ zuständig. Der Film läuft auch innerhalb des Festivals „Überall dabei“ der Aktion Mensch. Martin Schwarz