Selber Bauen

Kreatives Kinderzimmer: Do it yourself!

Von der Murmelbahn bis zum Pimpen von Omas Nachkriegsmöbeln:  Selberbauen macht Spaß! Eine Anleitung zum Kreativwerden

Auf ihrem Blog Babyccino Berlin beschäftigt sich Sonja Hagedorn mit allem, was mit Kindern und Nachhaltigkeit zu tun hat – es gibt Rezepte, grüne Mode, Naturkosmetik und: Kinderzimmeraccessoires zum Selberbasteln. Jede Woche zeigt sie im „Frickel-Freitag“ eine neue Anleitung zum Nachbauen. Für „Familie in Berlin“ hat Sonja einige Schmankerl herausgepickt. Ein paar davon zeigen wir hier – den Rest gibt es im Heft zu sehen!

Babyccino
Sonja Hagedorn mit Sohn Vincent
Babyccino Berlin

Stuhlküche

Zu Besuch bei einer Freundin fiel mir die tolle Spielküche ihrer Tochter auf – süße Idee, aus einem einfachen Holzstuhl mit ein paar Tricks eine superstabile Spielküche zu bauen!

Die Herdplatten sind einfache Filzplatten, passend zugesägte Spanplatten verschließen den Stuhl, so dass ein Backofen und/oder ein Ablagefach entsteht. Die Backofentür könnte einer echten noch etwas näher kommen, da ist Kreativität gefragt: Vielleicht mit einem richtigen Scharnier oder einem Magnetverschluss, sodass sich die Klapptüre etwas schwerer öffnen und schließen lässt?

Die Front der Backofentür könnte man beispielsweise auch noch mit Tafel- & Magnetlack anstreichen.

Im „Backofen” selbst ist übrigens noch ein kleines LED-Licht angebracht.

Der Phantasie sind bei der Dekoration einer solchen Spielküche keine Grenzen gesetzt – ich sammle immer schon auf Vorrat schöne Dosen und Verpackungen, kleine Gläschen und sonstige Utensilien, die ihren neuen Platz in der Spielküche oder im Kaufmannsladen finden!

(Idee: A. Guntram, Foto: Jörg Pfeiffer)

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Kasperletheater für den Türrahmen

Messt euren Türrahmen aus – unser Stoff hat die Breite von 110 Zentimetern. Die Höhe könnt ihr auch variieren, bei uns ist der Stoff 135 Zentimeter lang.

Ich habe den Stoff doppelt genommen, so dass der Hintergrund vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch ausgeschmückt werden kann.

Ungefähr 20 Zentimeter von oben und mittig angesetzt, habe ich das Loch für das Fenster geschnitten, insgesamt 50 Zentimeter breit und 40 Zentimeter hoch.

Für den „Vorhang” habe ich zwei Stück Stoff auf 35 Zentimeter breit und 65 Zentimeter hoch zugeschnitten. Dann den oberen Teil 10 Zentimeter umschlagen und umnähen, so dass eine Kordel durchgezogen werden kann. Die anderen Seiten einfach umnähen. Zur Befestigung am Türrahmen zwei Haken oder Nägel an die Wand neben der Tür schrauben. Zwei Stück Kordel zu einer Schlaufe knoten und links und rechts vom Stoff annähen. Auf eine weitere Kordel in Türrahmenbreite die Vorhänge aufziehen, und links und rechts mit der angenähten Kordel verknoten.

Aus weiteren Stoffresten habe ich noch eine kleine Wimpelkette genäht und ebenfalls links und rechts an der Schlaufenkordel zur Befestigung angenäht.

Fertig! Zwei Schleifen noch zum Zurückbinden der „Vorhänge” – und es darf gespielt werden!

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Tipi

Ein Tipi kann ja nicht so schwer sein. Dachte ich. Kramte die alten Decken aus der Kammer und schnappte mir Kordel und Bohrer.

  1. Ich bohrte Löcher im unteren Teil der vier Holzstangen, um nachher eine Kordel durchziehen zu können, die dem Ganzen mehr Halt gab.
  2. Oben dann etwas tiefer gesetzte Löcher – und dann die Kordel drumherum schlingern, bis das alles stabil, aber beweglich ist.
  3. Zum Testen und Abmessen schnitt ich schonmal den Stoff für eine Seite zu.
  4. Der kniffelige Part, der mich zur Verzweiflung trieb: die Decken aneinander nähen, dabei je eine Seite einschlagen um einen Durchlauf für die Stangen zu haben.
  5. Das sah am Ende dann so aus, dass das Stoffteil in der Mitte war, die beiden Decken-Teile mit dem Durchlauf für die Stange außen.
  6. Dann die Stangen durch die beiden Durchläufe ziehen (am besten gleichzeitig, ich hatte das ziemlich knapp genäht), die Stangen aufrichten und so lange zuppeln, bis das Tipi stabil steht. An den oberen Enden der Decken hatte ich ein Loch geschnitten, um die Decken über die Stangen stülpen zu können.

Den Rest der Wolldecke benutze ich als Eingang, mit einem Loch oben, -wieder um es über die Stangen zu stülpen, und zwei Löchern unten für die Kordel, die man dann als Schlaufe um den unteren Teil der Holzstangen schlingen kann.

Wenn der Eingang offen sein soll, wird die Kordel einfach oben über die Stange gehängt.

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