Drive (2011)
Beschreibung
Um die Schuld von Ex-Knacki Standard bei dem Gangster Bernie Rose endgültig auszulösen, überfallen der frisch entlassene Häftling und seine Kumpanin Blanche einen Pfandleiher, der Driver ist als Fahrer dabei. Doch die Aktion geht schief.
Inhaltsangabe
Hauptberuflich arbeitet der "Driver" (Ryan Gosling) in Los Angeles in der Werkstatt von Shannon (Bryan Cranston), aber er hat auch noch andere Jobs, um sich über Wasser zu halten. So verdient er sich als Stuntfahrer in Hollywood-Filmen ein Zubrot und gilt außerdem in der kriminellen Szene als bester Fluchtwagenlenker weit und breit. Aber als er seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) und deren kleinen Sohn Benicio (Kaden Leos) kennenlernt, fühlt sich der Driver gleich für die beiden verantwortlich, und es entwickelt sich so etwas wie Zuneigung zwischen ihnen. Kurze Zeit später kommt Benicios Vater Standard (Oscar Isaac) aus dem Knast und der Driver möchte ihm helfen, mit seiner kriminellen Vergangenheit abzuschließen. Um Standards Schuld beim Gangster Bernie Rose (Albert Brooks) endgültig auszulösen, überfallen der frisch entlassene Häftling und seine Kumpanin Blanche (Christina Hendricks) einen Pfandleiher, der Driver ist als Fahrer dabei. Dumm nur, dass der Strippenzieher Nino (Ron Perlman) ganz andere Pläne hat und die Aktion fürchterlich aus dem Ruder läuft.
zitty-Kritik 03/2012
Endlich startet er auch in Deutschland: Der Film, den viele anglo-amerikanische Kritiker (und das Publikum) zum Film des Jahres 2011 gemacht haben. Von Anfang an, wenn Ryan Goslings namenloser Fahrer seinen Wagen durch das nächtliche L.A. lenkt, die Credits in kreischendem Rosa aufblenden und dazu 80er-Jahre-Euro-Trash-Disco ertönt, ist die Sache klar: Dies ist eine stilisierte Welt, und die Vorbilder heißen Michael Mann, Walter Hill und William Friedkin, lakonisch, ikonisch und zutiefst romantisch.
Driver ist Stuntfahrer beim Film. Sein Agent Shannon (ergreifend: Bryan Cranston aus der TV-Serie „Breaking Bad“) besorgt ihm Fahrerjobs bei kleineren Überfällen und träumt von einem eigenen Rennstall. Doch die beiden Geldgeber, die er sich ins Boot holt (Albert Brooks und Ron Perlman) sind Mafiapaten. Driver lernt seine Nachbarin, die alleinerziehende Irene (Carey Mulligan) kennen und verliebt sich ein wenig. Als Irenes Gatte aus dem Knast kommt, will sich Driver ehrenhaft zurückziehen, doch plötzlich muss er der kleinen Familie helfen. Und dann geht beim Überfall auf eine Pfandleihe so ziemlich alles schief…
Der dänische Regisseur Nicolas W. Refn und sein Drehbuchautor Hossein Amini haben sich mit dieser Adaption von James Sallis’ schnörkellosem Roman bewusst zwischen alle Stühle gesetzt: Für das Arthouse-Publikum ist „Drive“ viel zu klischeehaft und reduziert, die Multiplex-Besucher werden von der explodierenden Gewalt im letzten Drittel abgeschreckt sein. Doch Refn und seine durch die Bank weg fantastischen Schauspieler unterlaufen alle Stereotypen mit ihrer Lakonie und Schweigsamkeit. „Drive“ hat das Potenzial, ein Kultklassiker zu werden, und Ryan Goslings Fahrer in seiner dreckigen Satinjacke könnte als moderner Travis Bickle durchgehen. Lutz Göllner
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Kommentare
Kindisch. Spießig. Tarantino-like. Komplett überflüssiger pseudostylischer Gewalt-Porno.