Beschreibung
Zwölf Jahre saß Ulrik wegen eines Mordes im Gefängnis. Nach seiner Entlassung mietet er sich in ein kleines Kellerzimmer ein. Ulrik macht nicht viele Worte, doch alle in seiner Umgebung finden, dass er eine zweite Chance verdient hat.

Kritik
Ruhe – das ist es, was Ulrik will. Und endlich sein Leben ordnen. Jahre hat er im Knast zugebracht. Mord. Nun kommt er frei, und am Knastausgang warten Gangsterboss Jensen und dessen Lakai Rolf auf ihn. Jensen besorgt ihm einen Job als Automechaniker und eine Absteige bei seiner Schwester. Einzige Bedingung: Ulrik soll Rache nehmen an dem, der ihn damals verpfiffen hat. Doch Ulrik will lieber seinen Sohn wiedersehen. Und die Tochter des KFZ-Meisters ist auch nicht ohne. Doch Jensen lässt nicht locker.
Wieder mal so ein Film, der im Wettbewerb der Berlinale nicht gerade für Aufsehen sorgte und sich nun als (schwarzhumorige) Filmperle entpuppt. Regisseur Hans Petter Moland weiß seiner tristen Szenerie herrlich lakonische, punktgenaue Dialoge entgegenzusetzen. Zudem wird jede noch so kleine Figur mit viel Liebe fürs schräge Detail charakterisiert. Das Ergebnis: ein mal leiser, selten lauter, mal liebevoller, selten brutaler und sehr oft schreiend komischer Blick auf die so gar nicht heile Welt eines gebeutelten Mannes – glänzend gespielt von Stellan Skarsgård. Plus einige grandiose, so nie zuvor gesehene Beischlafszenen.