Fast verheiratet
Beziehungstragikomödie
Inhalt
Genau ein Jahr nachdem sie sich bei einer Silvesterparty kennen gelernt haben, überrascht Tom (Jason Segel) seine Freundin Violet (Emily Blunt) mit einem Verlobungsring und auch wenn der Heiratsantrag ein wenig anders über die Bühne geht als geplant, sagt sie ohne zu zögern ja. Das gemeinsame Leben als Verlobte gestaltet sich für die beiden nahezu perfekt: er steht als Koch in einem der angesagtesten Restaurants der Stadt kurz vor einer Beförderung, sie arbeitet fleißig an ihrer Akademiker-Laufbahn und die ersten Hochzeitsvorbereitungen laufen auch nach Plan. Sogar die Trauzeugen Toms bester Freund Alex (Chris Pratt) und Violets Schwester Suzie (Alison Brie) kommen sich überraschenderweise sehr viel näher als gedacht. Dann aber platzt Violets Traum von einem Job in San Francisco und sie bekommt stattdessen eine befristete Stelle an der University of Michigan. Um ihrer Karriere nicht im Weg zu stehen, begleitet Tom seine Verlobte in die Provinz. Die Hochzeit wird dafür verschoben, wenn auch natürlich nur vorübergehend. Schließlich planen die beiden, in zwei Jahren wieder zurück in Kalifornien zu sein. Der Alltag im winterlichen Norden der USA gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht: Während Violet rund um die Uhr von ihrem Professor Winton (Rhys Ifans) auf Trab gehalten wird, findet Tom bloß einen Job im Sandwich-Laden um die Ecke und beginnt bald, sich zu langweilen. Ein möglicher Hochzeitstermin rückt in immer weitere Ferne und auch die beiden Verlobten scheinen sich langsam voneinander zu entfernen.
Beschreibung
Tom und Victoria verloben sich und wollen schnellstmöglich heiraten. Doch dann muss Victoria wegen eines Jobs in eine andere Stadt ziehen. So dauert die Verlobungszeit bald fünf Jahre und das Paar muss viele Probleme lösen.
zitty-Kritik 15/2012
Schon der Heiratsantrag läuft alles andere als perfekt: Tom (Jason Segel) ist so aufgeregt, dass er seiner Victoria (Emily Blunt) alle Überraschungen vorher verrät. Die Hochzeit wird immer wieder aufgeschoben, ständig kommt etwas dazwischen. Als Victoria ein Job in Michigan angeboten wird, gibt Tom seine Stelle als Koch auf, um sie zu begleiten – die beiden ziehen von San Francisco in die Pampa. Und während Victoria beruflich aufsteigt, mutiert Tom allmählich zum depressiven Waldschrat. Die Hochzeit liegt auf Eis, die Beziehung dümpelt vor sich hin.
Hauptdarsteller Jason Segel und Regisseur Nicholas Stoller haben nach „Nie wieder Sex mit der Ex“ wieder gemeinsam ein Drehbuch verfasst. Und erneut spielt Segel, wie bereits als Marshall in der Serie „How I Met Your Mother“, den liebenswerten Trottel. Das kann er gut, Emily Blunt ist charmant wie immer und auch die Nebenrollen sind sehr gut besetzt. Es hakt am Erzählfluss: Unvermittelte Zeitsprünge und absurde Wendungen wirken irritierend. Ernste Momente wechseln zu abrupt mit überspitzt komischen Pennälerwitzen. Die spannende zeitgemäße Thematik „Wir warten so lange, bis alles perfekt ist – und haben am Ende gar keine Lust mehr“ hätte durchaus für eine erwachsene Geschichte mit subtilerer Komik getaugt.
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