- Artikel
- 20.06.2009
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Special: Grill...gut
Sven Dörge, zweifacher deutscher Grillmeister und Vize-Weltmeister im Speed-Grillen, führt eine Barbeque Catering Firma. Für zitty verrät er seine wahrlich "heißen" Tipps rund ums Grillen.
Was ist besser: Grillkohle, Holz, Briketts oder...?
Kohle brennt schneller an und Briketts halten länger die Glut. Insofern besteht das gute Grillfeuer aus einer Mischung von beidem. Holz ist die romantische Lösung und gibt zudem eine rauchige Note, was Holzkohle nicht vermag.
Was benutzen Sie zum Grillanzünden?
Völlig tabu sind zum Anzünden Spiritus und Benzin! Flüssige oder feste Grillanzünder funktionieren gut, man muss aber darauf achten, dass sie vollständig abgebrannt sind, bevor man das Grillgut auflegt. Ich persönlich bevorzuge ich den Anzündkamin oder einen externen Gasbrenner. Grundsätzlich kommt aber jeder Grill in Betrieb, wenn man ihm nur genügend Zeit gibt.
Taugt ein Grill für zehn Euro oder sollte man mehr ausgeben?
Der Grill von der Tankstelle ist ausreichend, wenn man mit den Jungs angeln geht. Das ist seine Bestimmung. Aber auch ein ordentlicher Grill muss nicht teuer sein. Meine Kriterien für ein solides Modell sind zunächst eine große Grillfläche und eine Haube, um indirekt grillen zu können. Des Weiteren soll er robust und solide verarbeitet sein, einen sicheren Stand besitzen und leicht zu reinigen sein. Weitere Kriterien sind mögliche Zubehörteile, die Beschichtung des Geräts und des Rostes sowie die praktische Handhabung. Ordentliche Modelle gibt es bereits ab 150 bis 200 Euro. Da Grillen eine höchst emotionale Angelegenheit ist, sollte einem der Grill vor allem aber auch richtig gut gefallen!
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Wie merke ich ohne Anschneiden, ob das Grillgut auch durch ist?
Wann das Fleisch soweit ist, erkennt man bei Scheibenware recht einfach durch Drücken mit dem Daumen. Wenn es leicht elastisch federt, ist es medium, so wie die meisten es am liebsten mögen. Gibt es zu sehr nach, ist es saignant, oder rare, also innen noch sehr blutig. Im Endstadium gibt das Fleisch beim Drücken nicht mehr nach, dann ist es vollkommen durchgebraten oder well done und innen nicht mehr rosa. Schwein, Wild und Geflügel sollte stets etwas mehr durchgegart sein, als Rind oder Lamm.
Stimmt es, dass man nicht mit Bier löschen sollte, wenn’s brennt?
In der Tat: Das ist Alkoholmissbrauch! Und dem Fleisch hilft man damit auch nicht. Wenn es in der Glut brennt, sind die Poren des Fleisches bereits geschlossen. Das Bier hat beim Löschen insgesamt zwei Sekunden Kontakt mit dem Fleisch: eine auf dem Weg nach unten und eine als Dampf auf dem Weg wieder zurück. Geschmack kann dabei nicht abgegeben werden, dafür aber wird das Fleisch durch die mitgerissene Asche dreckig. Das Bier sollte man also am besten seiner eigentlichen Bestimmung zuführen.
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