Sattmacher: Kantine der Wasserbetriebe

Foto: Martin Hildebrandt
Martin Hildebrandt
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Kantinen haben einen erheblichen Vorteil gegenüber Restaurants: Sie wecken keine großen Erwartungen. Wer sich mit seinem Tablett in die Schlange einreiht, weiß, dass er Teil eines Systems ist, dessen Aufgabe es ist, möglichst schnell möglichst viele möglichst satt zu bekommen. Mehr nicht. Dieses Prinzip gilt auch in der Betriebskantine der Berliner Wasserbetriebe. Sie steht nicht nur den Mitarbeitern zur Verfügung, sondern darf von jedem genutzt werden. Das Besondere: Man kann in der Sonne direkt am Ufer sitzen, wo Ausflugsdampfer auf ihre Schleusung warten. Der Architekt Christoph Langhof hat den Firmensitz zur Rückseite hin großzügig und transparent gestaltet. Das Betriebsrestaurant bietet die üblichen Kantinengerichte. Etwa Schweinebraten mit einer undefinierbar schmeckenden Bratensauce (4,20 Euro) und Tortellini, die mit Käse gefüllt sind (3,80 Euro). Bei den Beilagen (Kartoffeln, Reis, Mohrrüben, Salat usw.) bedient man sich selbst, je nachdem, wie viel man ausgeben möchte. Wie zu erwarten, bleibt die kulinarische Offenbarung aus. Trotzdem hebt sich die Kantine von anderen ab. Zum einen, weil man sich stilles und kohlenssäurehaltiges Wasser kostenlos und in unbegrenzter Menge zapfen kann, zum anderen, weil es hier so schön ist, auf die Spree zu schauen.  

Neue Jüdenstr. 1, Mitte, U Klosterstraße,
Mo-Fr 8-14 Uhr


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