Japanisch: Heno Heno


Michael Pöppl
Michael Pöppl
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Fast wären wir vorbeigegangen an dieser schmalen Suppenküche. Die ungewöhnliche Hexenpuppe vorm Eingang macht aber neugierig. Wir lesen die handbeschriebenen Speise-Tafeln und gehen hinein, es duftet nach herzhafter Rinderbrühe. Auch drinnen ist der Imbiss eher schlicht: drei niedrige Tische und Stühle mit gemusterten Kissen, bunte Tuschezeichnungen mit Sumokämpfern an der Wand. Ein Geschäftsmann und ein Fahrradkurier, beide wohl Japaner, essen schweigend an der langen Theke, ein gutes Zeichen. Über den Tresen schaut man in die offene Küche.
Vor jedem Platz liegt eine offene Speisekarte im A4-Format, das Angebot ist angenehm übersichtlich. Als Vorspeisen findet man japanische Klassiker wie Miso-Suppe (1,20 Euro) oder Oshi-Sushi, Heringshäppchen in Kastenform (0,90 Euro pro Stück). Gut sehen auch die Onigiri aus, diese Reisbällchen gibt es mit Seetang, Lachs und mit salzig-sauren Umeboshi, japanischen Pflaumen. Der Renner bei den japanischen Gästen ist offensichtlich das Gyudon, fein geschnittenes gesüßtes Rindfleisch mit Zwiebeln und Reis, das in drei verschieden großen Portionen serviert wird (3,80-4,60 Euro). Es schmeckt tatsächlich hervorragend. Als interessante Kombination dazu passt pochiertes Ei, eingelegtes Gemüse oder marinierter Ingwer.
Der Duft nach Brühe hat ebenfalls nicht getäuscht: Auch die Nudelsuppe mit Rindfleisch (5,40 Euro) schmeckt angenehm fein und ganz besonders, so wie alles im Heno Heno. 
Neben grünem und geröstetem Tee bietet der Imbiss sogar eine eigene Limonade an: Henonade heißt die Kreation des Hauses. Sollte man unbedingt probieren. 

Charlottenburg, Kantstr. 65, S Savignyplatz, Tel. 66 30 73 70,
Mo-Sa 12-22 Uhr, http://homepage.alice.de/henoheno/
Alles Speisen auch zum Mitnehmen.


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