Hanni und Nanni II
Kinderbuchverfilmung
zitty-kritik 11/2012
Ein neues Schuljahr beginnt. Nach den Startschwierigkeiten aus dem ersten Teil haben sich Hanni und Nanni im Internat gut eingelebt. Sie könnten unbeschwert zum Lindenhof zurückkehren – wären da nicht die Streitereien zwischen ihren Eltern oder die nervige Cousine, die von nun an ebenfalls zu den Mitschülern zählt. Obendrein muss Direktorin Theobald abreisen, um die Schule vor der Pleite zu retten. Das Internat versinkt im Chaos. Auch emotional, denn ein Neffe der Musiklehrerin ist zu Besuch und verdreht den Mädchen reihenweise den Kopf.
Dazu sorgen die Neuen für Aufruhr: Unter ihnen soll eine Prinzessin sein, auf die es Entführer abgesehen haben. Dann erfährt Nanni, dass Hanni ihr die Trennung der Eltern verschwiegen hat, es kommt zum Streit. Nur wenig später schlagen die Entführer zu …
Wie schon der erste Teil gerät auch der zweite bunt und lebhaft. Musikalisch etwas überladen geht der Soundtrack Erwachsenen bereits nach Minuten auf den Keks. Kinder werden ihn wohl noch wochenlang trällern. Dafür freuen sich Eltern über allerlei Witze, die ihre Kinder erst später verstehen werden. Die Handlung ist vorhersehbar, aber unterhaltsam. Mit Abstrichen kommt also jeder auf seine Kosten.
D 2012, 95 min, R: Julia von Heinz, D: Sophia & Jana Münster, Kinostart: 17.5.
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Kommentare
Endlich mal ein richtig guter Mädchenfilm, wo man die weiblichen Darstellerinnen nicht mit der Lupe suchen muss und Mädchen entgegen dem derzeitigen Trend mal cool und stark sind. Gut besetzt und viel besser als der erste Teil! Klar, leichte Unterhaltung, aber wirklich gut gemacht, mit vielen parallelen Erzählsträngen. Hanni und Nanni haben inzwischen auch Schauspielunterricht genommen und auch die anderen Darsteller sind gut besetzt:-) Wirklich zu empfehlen! Leider haben Mädchen-Filme wohl keinen Werbetat, weshalb man dann meistens allein drin sitzt. Das ist Schade!! Also Muttis überlegt euch das nächste Mal, wenn ihr mit euren Töchtern/Söhnen in die abgedroschenen Klischee-Filme geht, welche Rollenbilder da vermittelt werden. Wirklich ein guter Film!