Inhaltsangabe

Er ist schlau, hilfsbereit und mutig – und das nicht ohne Grund, denn Manchu ist ein ganz besonderer kleiner Panda: Buddha-Bär hat ihn auserwählt, um das Volk der Pandas zu retten! Und so beginnt für Manchu und seine Freundin Chi Chi, das Leopardenbaby Jung Fu und den altklugen Roten Panda Konfusius eine abenteuerliche Reise durch die wilden Wälder der chinesischen Provinz Sichuan. Wird Manchu sein Volk retten können?

zitty-Kritik 05/2012

Götterlehren

Die vergeistigten Urahnen sorgen sich um den Fortbestand der Pandabären: Der vaterlose Manchu wird zum Auserwählten und soll seine Artgenossen bei einer Überschwemmung ins Trockene bringen. Dazu muss er klüger als alle anderen werden, was nicht leicht ist – Manchu muss sich gegen die Ratschläge seiner Mutter und seiner Oberlehrerin behaupten. Die Geister hauchen Manchu die Intelligenz nicht ein, er muss sie sich nach dem Motto „wer nicht fragt, bleibt dumm“ selbst erarbeiten. Das gehört zu den sympathischen Ansätzen des 3D-Animationsfilms, der nicht auf überirdische Energien oder Muskelkraft setzt.

Köpfchen gewinnt zwar gegen Fäustchen, aber die Erkenntnis, dass die Menschen Schuld am fortschreitenden Untergang von Tierarten tragen, überlassen die Regisseure Michael Schoemann und Greg Manwaring einer Texttafel vorm Abspann. Da hat sich der Film mit einer missratenen Parodie der Klitschko-Brüder als dämliche Berggorillas und der sinnlosen Vermischung asiatischer und christlicher Götterlehren längst ins Abseits manövriert. Manfred Hobsch