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- 08.02.2010
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Berlinale 2010: …und sonst
Das Treiben hinter den Berlinale-Kulissen – Fotos von Amélie Losier in der Ausstellung „Berlinale Backstage“ im Moviemento
Grundsteinlegung: Boulevard der Stars
Pünktlich zum 60. Berlinale-Jubiläum bekommt Berlin einen eigenen Walk of Fame. In Anwesenheit der Direktoren von Berlinale und Museum für Film und Fernsehen wird der erste Stern des „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz enthüllt. Ähnlich wie beim Vorbild aus Hollywood werden auf Messingsternen die Namen und Lebensdaten herausragender deutscher Filmschaffender verewigt. Welchen Namen der erste Stern tragen wird – das ist noch geheim.
12.2., 17 Uhr, Potsdamer Platz, Mittelstreifen der Potsdamer Straße, Eintritt frei, www.boulevard-der-stars-berlin.de
Film & Talk: Der Pionier von Hollywood
Als Carl Laemmle 1910 seine Filmproduktion gründete, schrieb der damalige Besitzer einer Textilfabrik Filmgeschichte. Zu Ehren des deutschen Gründers der Universal Studios lädt die ufaFabrik zu einem Filmeabend ein. Gezeigt werden die von Laemmle produzierten Filme „Hiawatha“ (1909), „King of Jazz“ (1930) und „Foolish Wives“ (1922).
14.2., 19 Uhr, ufaFabrik, Viktoriastr. 10-18, Eintritt frei, www.ufafabrik.de
24. Teddy Award
Selten war eine Berlinale so schwullesbisch wie 2010. Dieses Jahr kommt eine Rekordanzahl von 50 Filmen aus dem offiziellen Programm für den Teddy in Frage. Eine besondere Hommage wird Rio Reiser gewidmet, der am 9. Januar 60 Jahre alt geworden wäre. Bei der Galafeier werden Ton Steine Scherben erstmalig nach dem Tod ihres Sängers wieder in der früheren Besetzung auftreten – unterstützt von Adel Tawil (Ich&Ich). Als DJane wird auf der Party Cosma Shiva Hagen auflegen.
19.2., Gala 21 Uhr, Party 23 Uhr, STATION-BERLIN, Luckenwalderstr. 4-6, Eintritt Party 15 Euro, www.teddyaward.org
„Berlinale goes Kiez“
Innerhalb von zehn Tagen werden jeden Abend jeweils zwei Filme des Berlinaleprogramms in verschiedenen Berliner Kiez-Kinos gezeigt. Zusammen mit den Filmteams wird ein prominenter Berliner Filmschaffender moderieren. Ein fliegender roter Teppich sorgt für das entsprechende Berlinale-Flair – eine gute Alternative zu den überlaufenen Festivalkinos.
11.-21.2., Adria, Capitol Dahlem, Eva, Hackesche Höfe, Moviemento, Neue Kant Kinos, Neues Off, Odeon, Toni & Tonino, Union, www.berlinale.de
Förderung junger Filmemacher aus Afrika
Mit neun Kurzfilmen versucht das panafrikanische Kurzfilmfestival „Latitude“ zu zeigen, was junge afrikanische Filmemacher heute beschäftigt – abseits gängiger Klischees. Die jungen Regisseure bewarben sich zunächst mit ihrer Drehbuchidee, das Goethe-Institut und die Stiftung „Art in Afrika“ ermöglichten dann einen Drehbuchworkshop und die Produktion ihrer Filme. Die Premierenfeier in Anwesenheit der Filmemacher findet am 17.2. um 18 Uhr im Babylon Mitte statt. Die Filme selbst gibt es dann am nächsten Tag ab 15.30 Uhr in der Akademie der Künste zu sehen.
17.2.+18.2., Babylon Mitte, Akademie der Künste (Pariser Platz), Eintritt frei, www.goethe.de/ins/za/joh/ver/en5472871v.htm
Ausstellung „Berlinale Backstage“
In „invisible poeple. berlinale Backstage“ hat die Fotografin Amélie Losier Berlinalemomente aus unüblichen Winkeln festgehalten. Zu sehen sind stille Schwarzweißbilder kurz vor dem Trubel, oder auch nur eine Mitarbeiterin, die sich müde die Augen reibt. Die Ausstellung kann während der Kinoöffnungszeiten kostenlos besucht werden.
Bis 31.3., Moviemento, www.moviemento.de/galerie.html
Ausstellung „Der Film Magier Karel Zeman“
Dieses Frühjahr sind Animationsfilme ein Hauptthema in der Kulturabteilung der Tschechischen Botschaft. In der Ausstellung „Der Film Magier Karel Zeman“ wird das Leben und Werk des Mitbegründers des Tschechischen Animationsfilms gezeigt. Zu sehen sind unter anderem 38 Szenenbildern aus seinen Filmen.
17.2.-11.3., Eröffnung 16.2. 19 Uhr, Di-Do 14-18 Uhr, 12.2.-16.2. 14-18 Uhr. Botschaft der Tschechischen Republik, Eintritt frei, www.czechcentres.cz/berlin
Berlinale Talent Campus #8
Zum achten Mal bietet die Berlinale jungen Nachwuchsfilmemachern eine eigene Plattform auf dem Festival. In Workshops und Seminaren werden die Talente gefördert und lernen von den Großen des Filmgeschäfts. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt des Campus beim Finden des richtigen Teams für die kreative filmische Zusammenarbeit. Das Motto: „Cinema Needs Talent: Looking for the Right People“. Neu ist dieses Jahr die „Talent Actors Stage“. Mentorin hierfür wird die Schauspielerin Kerry Fox sein, bekannt durch „Intimacy“, für den Sie 2001 den Silbernen Bären erhielt. Viele der Veranstaltungen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Hier eine Auswahl:
Cinema Needs Talent – Looking for the Right People: Isabel Coixet („Mein Leben ohne mich“) und Stephen Daldry („Der Vorleser“) erzählen von ihrer Erfahrung bei der Wahl eines kreativen und offenen Teams. So 14.2., 11 Uhr, HAU1
The True „Q“: Der legendäreProduction Designer und Architekt Sir Ken Adam diskutiert mit Sir Christopher Frayling über die Bedeutung des Szenenbilds im Film. Di 16.2., 11 Uhr, HAU1
Sublime Sounds, Haunting Scores: Filmmusikkomponist Alexandre Desplat zeigt anhand von Filmausschnitten, wie man die Stimmung eines Films mit Musik unterstützt. Desplat gewann 2005 einen Silbernen Bären für die Musik von „Der wilde Schlag meines Herzens“ und schrieb die Musik für den diesjährigen Berlinale-Wettbewerbsfilm „The Ghost Writer“. Mi 17.2., 17 Uhr, HAU1.
Karten für den Talent Campus gibt es für 7 EUR/Erm. 5 EUR an allen Berlinale Verkaufsstellen und auf www.berlinale.de. Am Tag der Veranstaltung werden Karten ausschließlich im HAU1 und HAU2 verkauft.
Forum Expanded
Das Forum Expanded ist die experimentelle Spielwiese der Berlinale. Dabei soll der Grenzbereich zwischen Ausstellung, Kino und Performance ausgelotet werden. Dieses Jahr wird mit neun Performances ein besonderes Augenmerk auf das Verhältnis zwischen Film und Bühne gelegt. Das Programm des Forum Expanded ist unterteilt in die drei thematischen Blöcke: „Perform“ (Performances im Theater HAU und im Arsenal, etwa mit Christoph Schlingensief), „Screen“ (Langfilme) und „Show“. Bei letzterem werden im Auto-Kino des britischen Künstlers Phil Collins (nein, nicht der berieselnde Popsänger) Videoarbeiten gezeigt, etwa Ilona Baltruschs DFFB-Film „Flug durch die Nacht“ von 1980. Daneben gibt es noch eine gesonderte Veranstaltungsreihe unter dem Label „Talk and Screen“, in der internationale Künstler und Filmemacher ihre Arbeiten vorstellen.
10.-21.2., div. Orte, www.berlinale.de
Berlinale Keynotes – Die Zukunft des Kinos
Wie sieht die Zukunft des Kinos aus? Wie ändert sich die Architektur, soziologische Funktion und urbane Umgebung? Star-Architekt Norman Forster lädt mit anderen Experten aus den Bereichen Architektur, Filmproduktion und Trendforschung zur Diskussion in die Neue Nationalgalerie. Für Sesselpupser: Das Ganze lässt sich auch von zu Hause aus live verfolgen auf www.berlinale.de.
14.2., 14-18 Uhr, Neue Nationalgalerie, nur wenige Karten 7 Euro/ erm. 5 Euro, www.medienboard.de/berlinalekeynotes
Ausstellung: Die Gesichter der Defa
Begleitend zur Berlinale zeigt die Urania eine Ausstellung über die Schauspieler der Defa. Die Fotografin Sandra Bergemann hat Größen wie Armin Mueller-Stahl, Katrin Saß und Uwe Kockisch in Schwarzweiß porträtiert.
Bis 21.2., 9-23 Uhr, 22.2.-19.3., Mo-Fr 14-22 Uhr, Urania, Eintritt frei, www.gesichter-der-defa.de, www.urania.de
Videobustour
Anlässlich der Berlinale führt die Videobustour zu berühmten Drehorten der Hauptstadt, etwa von „Lola rennt“, „Good Bye, Lenin!“ und „Das Leben der Anderen“. Dabei zeigen die Monitore des Busses Szenen und Kommentare zu den Filmen. Auch die Geschichte der Berlinale spielt dieses Jahr eine große Rolle. Treffpunkt ist immer um 13.30 Uhr. Nur am 21.2. beginnt die Tour um 14 Uhr, Komoderator an diesem Tag ist Radio-Eins-Moderator Knut Elstermann.
6.2./13.2./20.2., Treffpunkt 13.30 Uhr Unter den Linden 40, 19,50, erm.16,50 Euro, 21.2. Treffpunkt 14 Uhr Potsdamer Str. 5, 19,50 Euro, www.videobustour.de
- Berlinale 2010: die 60. Berlinale
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