FORUM: Black Bus

In Israel prallen religiöse Gesetze auf demokratische Lebensformen. Das bietet Konfliktstoff in dem ohnehin komplizierten Land. Etwa unter ultraorthodoxen Charedi, deren Einfluss auf die moderne israelische Gesellschaft zunehmend steigt. „Die Gottesfürchtigen“ leben nach einem rigiden Verhaltenskodex, der vor allem die Frauen diskriminiert. So ist es Männern verboten, gemeinsam mit
Frauen unterwegs zu sein, sie anzuschauen – auf der Straße, in öffentlichen Gebäuden oder im Bus. Es gibt spezielle „Kosher“ Busse, in denen die Männer komfortabel vorne sitzen und sich die Frauen hinten drängeln.
Der Film porträtiert zwei junge Frauen, die nicht bereit sind, mit dieser Diskriminierung zu leben. Aus mitteleuropäischer Sicht löst der dramaturgisch eher unaufgeregte Film vor allem Kopfschütteln aus – verbunden mit der Einsicht vom oft vorhandenen Konflikt zwischen manchen Religionen und einem freien, selbstbestimmten Leben.  

Israel, 76 min, R: Anat Zuria


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