FORUM: La bocca del lupo

Foto: La bocca del lupo
Gerald Jung
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Es war einmal in Genua. Hafenstadt, Schiffbau, Werften, Badevergnügen. Ein altes, allem Anschein nach schon sehr lange vergangenes Genua taucht in Filmaufnahmen aus dem versunkenen 20. Jahrhundert auf. Man sieht Obdachlose in den „Höhlen“ der Hafenanlagen hausen, in den einfachen Quartieren der Altstadt vertreiben sich Arbeitslose, Tunichtgute und Damen beiderlei Geschlechts die Zeit. Willkürlich greift sich der Film den Ex-Knacki Enzio und die Liebe seines Lebens, den Transvestiten Mary, heraus. Die beiden erzählen von Jahren im Knast, Jahren des Wartens. Aus der Musikbox schallt Gainsbourg. Dann wieder Aufnahmen von Schiffstaufen und Abrissarbeiten im Hafen. Ein kleines Häuschen mit Meerblick, das wär’s doch.
Außenseiterreportage, Geschichtsbetrachtung oder doch lieber schräge Romanze? Das lässt Pietro Marcello in seinen vielen schönen Ansätzen leider offen.  

Italien, 75 min, R: Pietro Marcello


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