Kommentar: Sperrsitz

Die Kommentarseiten des Theaterportals Nachtkritik.de sind ein unterhaltsamer Ort drastischer Wortgefechte von Bühnenfreunden. Derzeit wird dort über René Polleschs neueste Inszenierung „Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang!" heftig debattiert.

Dabei geht es um die in der Inszenierung verhandelte Interpassivitätstheorie von Robert Pfaller („Das ist zum Beispiel, wenn der Schauspieler am Ende der Vorstellung mit Ihrem Partner nach Hause geht. Dann müssen Sie das nicht tun.“), es geht um das Verhältnis von Körper und Geist und wie man es einzuordnen habe, dass Leute wie Christoph Schlingensief und Jochen Distelmeyer bei der Premiere im Publikum saßen.

Da könnte man sich fragen, was es wohl zu bedeuten hat, wenn ein interpassives Diskurstheater solch einen interaktiven Diskurs auslöst.

Womöglich hat aber schlicht der User recht, der dort angesichts mancher Beiträge einen „insgeheimen Wettbewerb um den verquasteten Scheiß“ vermutet.   Friedhelm Teicke


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