Bühne - Kinderklassiker: Max und Milli

Foto: David Baltzer
Friedhelm Teicke
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Bereits zum dritten Mal inszeniert das Grips Theater seit der Uraufführung 1978 seinen Klassiker „Max und Milli“ neu, circa alle zehn Jahre also.  Wieso eigentlich? Denn eine völlig andere Interpretation liefert auch diese Neuinszenierung von Rüdiger Wandel nicht, gewohnt gewitzt und temporeich wird die Geschichte um Angst, Mut und Freundschaft für Kinder ab 5 Jahren erzählt.

Volker Ludwigs Text mit den Songklassikern von Birger Heymann („Mattscheiben-Milli“, „Es ist schön, zu Bett zu gehen“) ist derart zeitlos aktuell und nah an den Erlebniswelten seiner jungen Zielgruppe, dass es eigentlich gar keiner Aktualisierung bedarf. Die Grundprobleme – Geschwisterstreit um den Schlafplatz im Doppelstockbett, Angst im Dunkeln, Fernsehfaszination – sind universell, weshalb „Max und Milli“ längst Weltstars sind, in 28 Ländern rund um die Erde zigmal nachinszeniert. So wie die „Linie 1“ in der Fassung von 1986 immer weitergespielt wird, könnte das auch hier geschehen.

Sehenswert bleibt das Stück aber natürlich auch in dieser Fassung. Das Ensemble um Kathrin Osterode (Milli),  Roland Wolf (Max), Daniel Jeroma (Peter), Claudia Balko (Mutter) und Jörg Westphal (Peters Vater) sowie Michael Brandt an der Gitarre überzeugt Klein und Groß.  

15.+16.4., 10 Uhr, 19.4., 16 Uhr, Grips Theater. Eintritt 9, erm. 6 Euro


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