PARABEL: Stille Hochzeit

Foto: Tiberius
Martin Schwarz
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Ein kleines Dorf irgendwo in Rumänien Anfang 1953. Die Bewohner vertreiben sich die Zeit mit Arbeiten, Saufen, Streiten und Versöhnen. Doch dann die frohe Botschaft: Mara und Iancu, die schon länger miteinander herumturteln, werden heiraten. Und das ganze Dorf wird mitfeiern. Doch als die große Fete gerade losgehen soll, stehen plötzlich drei russische Soldaten auf dem Dorfplatz und verkünden den Tod vom Genossen Stalin. Eine Woche lang ist jedes Feiern streng verboten, verkünden die kommunistischen Machthaber. Doch so leicht lassen sich die Dörfler nicht unterkriegen: Es wird beschlossen, eine Hochzeit ohne Lärm zu feiern, selbst die Kapelle spielt völlig geräuschlos.

Regisseur Horatiu Malaele hat seine bittersüße Geschichte mit vielen Motiven aus Märchen und surreal anmutenden Szenen angereichert und zudem in eine Rahmenhandlung gepackt, bei der im heutigen Rumänien ein TV-Team auf der Suche nach paranormalen Phänomenen ist. Malaeles Bild der Dorfgemeinschaft erinnert in seiner Verspieltheit und den farbenfrohen Scope-Bildern an die Filme von Emir Kusturica. Die Aussage: Neben der Freiheit haben die Machthaber dem rumänischen Volk vor allem die Lebenslust gestohlen.  Martin Schwarz

„Nunta Muta“, Rumänien 2008, 87 min, R: Horatiu Malaele, D: Meda Andreea Victor, Alexandru Potocean, Kinostart: 26.11.,  www.stillehochzeit-film.de

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