DRAMA: Pandora’s Box

Die Greisin Nusret lebt zurückgezogen in einem kleinen türkischen Bergdorf. Als sie eines Tages verschwindet, müssen ihre drei erwachsenen Kinder aus Istanbul anreisen. Sie finden ihre Mutter schließlich im Wald, und es wird klar, dass die alte Frau fortan nicht mehr alleine leben kann. Doch ihre Kinder haben viel zu viele eigene Probleme und scheinen nicht in der Lage, sich um ihre alzheimerkranke Mutter kümmern zu können. Einzig ihr Enkel Murat scheint einen Zugang zu der eigenen Welt seiner Großmutter zu finden.

In dem Drama mit dem abgedroschenen Titel wird ein einfühlsamer Blick auf die Konflikte von drei Generationen geworfen. Leider stellt sich teilweise das Gefühl ein, dass die dargestellten Probleme der Kinder in ihrer Radikalität vor allem ihrem modernen Lebensstil verschuldet sind. Ach, wären sie doch nur in ihrem Bergdorf geblieben, ganz ohne den Bürgerschichtsstress. Herausragend ist die 90-jährige Tsilla Chelton, die für ihre Rolle der Nusret 2008 völlig zu Recht beim wichtigen Festival von San Sebastian ausgezeichnet wurde, der Film selbst gewann den Hauptpreis.  Pauline Krebs

„Pandora’nin kutusu“, Türkei/F/D 2008, 112 min, OmU, R: Yesim Ustaoglu, D: Tsilla Chelton, Onur Ünsal, Kinostart: 26.11.

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