FANTASY-THRILLER: Die Tür

Foto: Senator
Franziska Klün
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David (Mads Mikkelsen) ist ein gefeierter Künstler, mit seiner Frau Maja (Jessica Schwarz) lebt er in einer Villa am Rande Berlins. Seine siebenjährige Tochter Leonie sammelt gerne Schmetterlinge – bis sie dabei ins Schwimmbecken fällt und ertrinkt. Ihr Vater kann die Hilferufe nicht hören, er pflegt gerade seine Affäre mit der Nachbarin Gia (Heike Makatsch). Einige Jahre später ist von dem erfolgreichen Maler nichts mehr zu erkennen: Seine Frau hat ihn verlassen, sein Versagen als Vater und Ehemann kann er sich nicht verzeihen. Als David seinem Leben ein Ende setzen will, entdeckt er zufällig eine versteckte Tür, die ihn durch einen Tunnel hindurch zurück in die Vergangenheit führt, zurück zum Schwimmbecken mit der Tochter: Dieses Mal kann er sie retten.

Doch alle zweiten Chancen haben ihren Preis. Zunächst muss David sein einige Jahre jüngeres, zweites Ich beseitigen und dann verhindern, dass die Protagonisten der neu geschaffenen, „alten“ Realität von ihrer anderen Zukunft erfahren. Dass weitere Menschen in einer ähnlichen Situation sind, begreift David erst allmählich.
Nach Komödien wie „Kebab Connection“ und „Wo ist Fred?“ beweist Regisseur Anno Saul, dass er auch andere Genres zu bedienen weiß. Aus dem Buch „Die Damalstür“ von Akif Pirinçci hat Saul einen Thriller geschaffen, der trotz eines klischeehaften Anfangs (der gebrochene Künstler, der um seine Tochter trauert und dabei verwahrlost), eines schwachen Endes (Actionszenen sind weniger Sauls Stärke) und eines überragenden Mads Mikkelsen (die guten Leistungen der Kollegen gehen neben ihm unter) im Ganzen spannend und mit überraschenden Wendungen erzählt ist.  Franziska Klün

D 2009, 103 min, R: Anno Saul, D: Mads Mikkelsen, Jessica Schwarz, Thomas Thieme, Heike Makatsch, Kinostart: 26.11.

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