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- 20.01.2010
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Dokumentation : La Vida Loca
Sie nennen sich Mara Salvatrucha und Mara 18 und machen sich und vielen Menschen in El Salvador das Leben zur Hölle. Gewalt ist bei diesen beiden großen Gangs an der Tagesordnung, ebenso Drogenhandel und -konsum, Hehlerei, Überfälle, Diebstähle. Und vor allem knallen sich die verfeindeten Gangmitglieder ständig gegenseitig ab. Der französische Filmemacher Christian Poveda hat sich im Zeitraum von drei Jahren mit der Kamera unter den tätowierten „Brüdern“ und „Schwestern“ der Mara 18 umgesehen und einen Alltag im dauernden Ausnahmezustand erlebt, der durch den (gerechtfertigten) Druck von Justiz und Polizei, die ständigen Beerdigungen, bittere Armut und Gewalt geprägt ist.
Natürlich konnte Paveda nur Teile des Lebens zeigen, man sieht keine Mara-18-Straftaten. Stattdessen verfolgt man den Versuch, mit einer Bäckerei ein Resozialisierungsprogramm durchzuziehen, man erlebt ein Gangmitglied beim Vortanzen vor der Justiz, es gibt Razzien, Gerichtsverfahren. Gleichzeitig zeigt der Film aber auch, wie eng die sozialen Bande zwischen den jungen Männern und Frauen einer Gang sind. Ein schonungsloser, höchst sehenswerter Film. Paveda wurde sein Engagement letztlich zum Verhängnis: Er wurde im September 2009 von Gangmitgliedern erschossen. Im März startet übrigens der sehenswerte Spielfilm „Sin Nombre“, in dem es auch um Gangs in Mittelamerika geht.
El Sal./F 2008, 90 min, R: Christian Paveda, Kinostart: 21.1., www.lafemme-endormie.com/vidaloca
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