Filmfestival Rotterdam: Rotterdam IV - Hitchcock in 3D und Abschiedsfritten


"Fantastic Mr. Fox" von Wes Anderson - Foto: IFFR
Petra Wille
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Nach dem ersten Festival-Wochenende gibt es in Rotterdam traditionell das erste Mal den Zwischenstand zum Audience Award. Mit Stand Montag ist der neue Was Anderson-Film "Fantastic Mr. Fox" der Spitzenreiter. Nach "Darjeeling Limited", "Die Tiefseetaucher" und einigen anderen großartigen Filmen ist dieser nun ein Animationsfilm - man darf gespannt sein. Die Verfasserin dieses Textes ist es immer noch, da das Festival-Screening einem karibischen Abendessen mit Kollegen und Kolleginnen geopfert wurde.

Die ersten 20 Minuten eines anderen Spektakels fielen unserer Unaufmerksamkeit zum Opfer: Während im Saal 4 schon geplant wurde, Grace Kelly durch den perfekten Mord aus der Welt zu schaffen, saßen wir auf den besten Plätzen (eher vorne / Mitte) im Saal 5, wunderten uns über fehlende 3D-Brillen, die Verspätung (passiert selten auf dem Festival) und die seltsame Musik zum Filmbeginn. Möglicherweise ist "My Teheran for Sale" ein fantastischer Film, doch haben wir nach kurzer Diskussion beschlossen, zur Begeisterung der umsitzenden ZuschauerInnen, doch schnell noch rüber zu rennen. Da gabs dann auch die Brillen. "Dial M for Murder" ("Bei Anruf Mord") wurde 1954 von Alfred Hitchcock in 3D gedreht, aber noch nie so aufgeführt. Wer sich also schon mal gewundert hat, warum so oft Stühle, Vasen und andere Einrichtungsgegenstände im Vordergrund stehen - hier ist die Erklärung. Funktioniert hat es tatsächlich: an einer Stelle war ich bereits innerlich am Schimpfen, weil direkt vor der Leinwand ein Tisch im Weg herum steht...

Bereits wieder zuhause, denke ich, man hätte noch ein Weilchen bleiben können, "Split Screen Art Cinema" im Museum Boijmans van Beuningen anschauen, mehr Patat special essen und vor allem noch viel mehr Filme sehen, z.B. auch noch mehr aus dem Kurz- und Experimentalfilmprogramm, für das Rotterdam recht renommiert ist. Nächstes Jahr wieder, tot ziens!

Auf der Heimfahrt gabs dann ganz klassisch im Zug die Drogenkontrolle und mein langhaariger Sitznachbar musste seinen Koffer aufklappen... Hallo Deutschland.


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