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- 03.02.2010
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Dokumentation : Buddha’s Lost Children
Aggressiv und ratlos zugleich schaut der junge Mann drein. Aber das Messer will er partout nicht fallen lassen. Er ist auf Streit aus und hat offensichtlich keine Lust mehr, beim Wiederaufbau des verfallenen Tempels zu helfen. Doch nicht mit Phra Khru Bah. Der buddhistische Mönch war nicht umsonst jahrelang professioneller Thaiboxer und überzeugt den jungen Kerl kurzerhand mit schlagkräftigen Argumenten. Gewalt ist schließlich auch keine Lösung.
Im Norden Thailands, nahe der Grenze zu Myanmar, dem berüchtigten Drogendreieck, ist Phra Khru Ba eine angesehene Berühmtheit. In der überwältigend schönen, aber von Armut und Drogen gekennzeichneten Gegend kümmert sich der Mönch vor allem um die Kinder. Er gibt ihnen Halt, ein Zuhause – und Bildung. Ein Jahr lang begleitete der niederländische Regisseur Mark Verkerk die Tempelgemeinschaft auf ihrer Reise vom Tempel des goldenen Pferdes in den hohen Norden. In beeindruckend schönen Bildern erzählt der Film von gebrochenen, verlassenen und verängstigten Kindern, die als Novizen langsam, aber stetig wieder zu lachenden Menschen werden. Mit Boxen, Meditation, Schule und strenger Liebe gibt Phra Khru Ba den Kindern ein Leben mit Perspektive. Die mehrfach ausgezeichnete Produktion besticht durch ihren zurückhaltenden Ansatz und ist ein Lehrstück in Sachen Menschlichkeit und Engagement.
NL 2006, 96 min, R: Mark Verkerk, Kinostart: 4.2.
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