Leerfilm : Space Tourists

Oliver Naatz
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Doku über eine Ami-Milliardärin und Alltouristin, einen Fotografen, Weltraumschrottsammler, einen rumänischen Wirrkopf, der mit der übergroßen Version eines Yps-Gimmicks (Solarzeppelin) der Mondlandung trachtet – und ganz viel Steppe. Ein klebriger Nebel poetischen Singsangs („Und, lieber Gott, ein Schmetterling, wie ein Fetzen goldener Seide, lacht über mich wie ein Kind“) hüllt das ganze Werk in einen Schmierfilm pathetischer Philosophie. Der Fotograf erregt sich ob des Mammons, den der Space-Tourist in die Russenraketenreiterei pumpt; als wären jene zehrenden Zeiten politischer Zerwürfnisse zwecks Verbringung nuklearer Explosivkörper auf die gegnerische Scholle (USA) unentgeltliche gewesen.
Indes der Kosmonaut seinen Traum („Hinauf, hinauf! Wenn Du wüsstest, wie sich meine Hände nach dem Steuer sehnen!“) besingt, des Rumänen Plan vorsätzlich aus heißer Luft besteht, Schrottsammler bei Tisch rauchen, die Milliardärin vom Billig-Allflug schwärmt, der Fotograf schwadronierend schlecht gewartete Klos knipst, dem Steppenbauern der Schnaps näher denn das All ist, entfaltet sich ein Film besinnungsloser, All-gleicher Leere, der jeden Weltraumfreund dem „Himmel!“ so nah kommen lässt (als Ausruf des Entsetzens).

CH 2009, 98 min, R: Christin Frei, Kinostart: 29.7.


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