Neu im Kino: Wilde Unschuld

Weiß der Himmel, warum Kotzbrocken Brooks (Stephen Dillane) sich auf eine Heirat mit der Möchtegern-Mimin Barbara (Julianne Moore) einlässt. In ihrer Ehe geht es jedenfalls arg unterkühlt zu. Selbst die Geburt des Sprösslings Tony ändert am zerrütteten Verhältnis nichts. Das Kind wird vom Vater früh als Versager eingestuft und gedemütigt. Klein-Tony entpuppt sich als neurotisch-dekadentes Muttersöhnchen, das nach dem Zweiten Weltkrieg Drogen, (homo)erotische Leidenschaften und sogar eine inzestuöse Liaison mit der ihn verführenden, vom Vater getrennt lebenden Mutter austestet, bevor das Bürschlein sich in ein Blutbad hineinsteigert.
Neben pittoresk-mondänen Kulissen in Nachkriegseuropa und einer bemüht exaltiert agierenden Besetzung (allen vorweg Julianne Moore) gibt es kaum Positives zu vermelden. Je länger wir uns das Beziehungschaos von Mom und Sohnemann zumuten, desto mehr nervt es.

„Savage Grace“, USA/E 2007, 96 min,
R: Tom Kalin, D: Julianne Moore, Stephen Dillane, Kinostart: 8.5.


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