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- 03.01.2008
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Literatur_Kritik: Uli Hannemann - Neulich in Neukölln
Hartz-IV-Höheflüge In Neukölln ist immer was los: Die einen brabbeln unentwegt vor sich hin, die anderen üben sich im professionellen Rumlungern. Mal klingeln nachts um drei die kleinen Gangster von gegenüber, weil sie ihren Wohnungsschlüssel vergessen haben. Ein anderes Mal droht die feindliche Kiez-Übernahme durch die Bio-Kreuzberger. Der alltägliche Wahnsinn eben. Uli Hannemann ist ein hervorragender Beobachter. Seine 49 Momentaufnahmen unterhalten so subtil, weil jeder diese kleinen Alltagsphänomene kennt, Hannemann sie aber kurzweilig festzuhalten weiß. Seit 1985 lebt er im „Problembezirk“ und zelebriert dort seine anarchische Version von Lokalpatriotismus. Hannemanns „Notizen von der Talsohle des Lebens“ verzichten auf enervierende Moralisierungen oder das Runterspulen von Klischees. Ullstein Verlag, Berlin 2008. 160 Seiten, 8 Euro. Uli Hannemann liest am 17. Januar um 19.30 Uhr bei Hugendubel in Neukölln – wo sonst?
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