zitty-Bandcontest: Make It Count

Michael Schneider
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Vorsicht! Zart besaitete Menschen könnten vom Sound dieser Band überfordert sein. Das Berliner Quintett Make It Count hat nämlich eine klare Agenda: geradlinigen, aber nicht gut gelaunten Hardcore. Der Stil entstand Ende der 70er Jahre als Reaktion auf Punk und Heavy-Metal und verbindet die Geschwindigkeit des einen Stils mit der Brachialität des anderen. Seitdem erfreut sich Hardcore weltweit großen Zuspruchs. In Berlin gelten Orte wie das SO 36 und das Tommy-Weißbecker-Haus seit Jahrzehnten als Kristallisationspunkte der lokalen Szene – und Make It Count zählen zweifelsohne zu den wichtigsten und besten musikalischen Vertretern.
Für die Mitglieder ist die Band mehr als ein Hobby. Hardcore ist eine Lebenseinstellung. Schicksalsschläge, die anderen Bands das Genick brechen, stecken Make It Count mit stoischer Gelassenheit weg. Zum Beispiel, dass ihnen vor wenigen Monaten der Sänger abhanden gekommen ist. Wenige Wochen hat es gedauert, bis sie Ersatz fanden, danach ging es wieder auf Tour. Das Debüt „Leeway“ von 2007 will schließlich immer noch unter die Menschen gebracht werden. In den vier Jahren seit Gründung haben Make It Count weit über 100 Konzerte in ganz Europa gespielt. Immer öfter werden sie von Hardcore-Altvorderen wie Agnostic Front oder Madball als Support-Band eingeladen. Weil die Berliner wissen, wie ein Bass richtig knurren, eine Gitarre richtig sägen und ein Sänger anständig brüllen muss, um von anderen Männern ernst genommen zu werden. Das Hören ihres Albums hat die gleiche Wirkung wie drei Stunden im Boxclub. Danach fühlt man sich gleich viel ausgeglichener.      

Song downloaden (Achtung, evtl. mit Rechtsklick und Ziel spiechern unter... downloaden)

 


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