ZITTY BAND CONTEST: The Sound of the zitty: Das Konzert

So bunt gemischt wie die drei Gewinner-Acts des ersten zitty Band Contest war auch das Publikum, das am 6. November zum Konzert in die Maria am Ostbahnhof strömte, um seine Favoriten live zu erleben. Opener war die schnoddrig-charmante Solo-Performance von Lukas Sherfey, vom Online-Voting als Dritter aufs Siegertreppchen platziert. Der Däne kam vor drei Jahren mit seiner Band The Movement nach Berlin und blieb, weil es hier dreckiger ist als anderswo und weil so viel passiert. Mit seinem Mod-Sound traf er den Nerv der Berliner Rockfreunde. Nach diesem Auftakt zog die elfengleiche Caterina Barbieri, aka MissinCat, begleitet von Cellist Marius Kiefer und Drummer Hanno Stick,die fast 300 Leute mit ihren melancholisch-zarten Songwriter-Balladen in Bann. „Ich habe Glück, dass ich Musik habe.“ sagt die vor zwei Jahren nach Berlin gezogene Italienerin. „Musik machen ist mir einfach passiert. Und damit erzähle ich von meinem Leben, meinen Erfahrungen.“ Der Headliner Casino Gitano, im Namen schwingt das lebensfrohe Chaos zwischen Bordell und Gipsyflamenco mit, infizierte schließlich die gesamte Maria mit seiner Energie. Nicht von ungefähr erhielt die dreizehnköpfige Band mit überwiegend südeuropäischen Wurzeln von der zitty-Leserschaft das Prädikat „beste Live-Band“. Casino Gitano zogen alle Register. Im trashig-bunten Flamenco-Look setzten sie mit Bläsersätzen, Teufelsgeige, Konfettiglitzer und Flamenco-Steptanz-Parodie die Menge in Bewegung. Nach dem Spektrum der Genres und Stimmungen, die der Abend bereitgehalten hatte, war dies für alle Beteiligten ein beglückendes Erlebnis.

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