In Minsk eine Demonstration in goldenen Anzügen, in Berlin ein Kongress mit Vertretern von ETA, Tuareg und PKK. Und eine Kirche, die in ein großes Atelier verwandelt wurde, in dem jeder zeichnen kann, was er will. Die Kuratoren der 7. Berlin Biennale, Artur Zmijewski und Joanna Warsza, wollen mit ihrer Ausstellung politisch wirksam werden, Vorhaben anstoßen, die nicht im Ausstellungshaus bleiben, sondern das Leben draußen vor der Tür ändern. Ob das gelungen ist?

Darüber wollen Joanna Warsza und Gaby Horn, die Direktorin der veranstaltenden Kunst-Werke, am Mittwoch, den 20. Juni, diskutieren. Wie politisch kann Kunst sein? Und soll sie es überhaupt sein? Wo gibt es ästhetische, wo vielleicht ethische Bedenken? Passend zu den Formaten der Großausstellung wird die zweite zitty_Art auf der 7. Berlin Biennale die Besucher nicht erneut durch die Ausstellung führen, sondern zu einem englischsprachigen Workshop einladen. Claudia Wahjudi

20. Juni, 17.30 Uhr: Workshop mit zitty_Art auf der Berlin Biennale. Kunst-Werke, Auguststr. 69, Mitte. Teilnahme: 9/Abonnenten 7 Euro. Anmeldung bitte unter zittyart@zitty.de