Kunst: Lange Nacht der Museen 2011
Wir gehen ganz gern mit unserem Junior, der jetzt 11 Jahre ist, auf die Lange Nacht. Meistens schaffen wir so zwei bis drei Stationen. Für Kinder gibt es da sehr schöne Anlaufpunkte, wenn zum Beispiel plötzlich ein Roboter auf einen zuläuft und anspricht. Auf dem Startpunkt, dem Schloßplatz, wo man sich die Karten abholen kann, ist ein reges Treiben, weil dort die Shuttlebusse abfahren. Es ist am Anfang immer ein ziemliches Gedränge in den Museen in der Nähe, ein sehr gemischtes Publikum, Bildungsbürgertum, viele Familien, später tauscht sich dann die Klientel ein bisschen aus, eher junge Menschen, Partyvolk. Wenn man gute Berlinkenntnisse hat, steuert man nicht den Schloßplatz an, dann kann man von der Peripherie aus gegen den Strom schwimmen. Man sollte sich vorher mal den Plan anschauen, was offen ist, wo eine Sonderveranstaltung angekündigt ist, und sich eine Route raussuchen, das ist schon von Vorteil, der Katalog ist ja recht umfangreich. Man kann sich da aber auch sehr gut treiben lassen und auch mal Orte entdecken, die man sonst vielleicht nie angesteuert hätte. Es geht nicht so tief, aber es ist eine Bestandsaufnahme – ist das was, wo ich vielleicht das nächste Mal intensiver hingehe? Und man kommt zu einer Zeit in öffentliche Gebäude, in die man normalerweise zu der Zeit nicht reinkommt, das ist reizvoll, das Ambiente in dieser Ruhe zu sehen. Wenn man wieder aus dem Museum kommt und nicht so viele Menschen auf der Straße sind und ein ganz anderes Stadtleben stattfindet, das ist schon ein besonderer Eindruck.
Protokoll: msb
28. Lange Nacht der Museen am 29.1., 18-2 Uhr. Tickets 15-, ermäßigt 10 Euro in teilnehmenden Häusern, bei BVG und S-Bahn, sowie am Lustgarten.
Das volle Programm unter: www.zitty.de/lndm/ und www.lange-nacht-der-museen.de/programm/
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