: Was bringt Mediaspree?

Arbeitsplätze. Je nachdem, wen man fragt, fallen die Schätzungen konservativ (20.000) oder euphorisch (50.000) aus. Und müssen diese Arbeitsplätze ausgerechnet am Spreeufer entstehen? Ja, sagt Christian Meyer vom Verein Mediaspree, die Attraktivität der Flächen spiele eine große Rolle, außerdem sollen ja möglichst viele Unternehmen aus der Medienbranche an die Spree kommen und hier fleißig netzwerken. Meyer sagt, der Mediaspree-Effekt zeige allmählich Wirkung. „Wenn jetzt ein Unternehmen wie Premiere einen neuen Standort sucht, dann stehen wir auf der Liste der möglichen Alternativen.“ Immerhin.


Aber Meyer wird nicht müde zu betonen, dass auch die Allgemeinheit von Mediaspree profitiert. Im Zuge der Planungen setzte der Bezirk durch, dass das Ufer auf ganzer Länge begehbar sein wird – gegenüber der heutigen Situation ist das tatsächlich ein Fortschritt. Die Initiative „Mediaspree versenken“ will dieses Argument nicht gelten lassen. Die zehn Meter breite Uferpromenade sei keine akzeptable Alternative zu dem geforderten 50 Meter breiten Streifen. Schon jetzt sei Friedrichshain mit nur 1,09 Quadratmetern wohnungsnahen Grünanlagen pro Einwohner das Schlusslicht in der Berliner Freiflächenbilanz.


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