: Was ist die Alternative zu Mediaspree?

„Mediaspree versenken“ legt kein Gegenkonzept vor, sondern beschränkt sich auf einige Kernforderungen. Insbesondere soll ein Uferstreifen von 50 Metern Breite durchgängig der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, außerdem soll der Bezirk keine Bauten genehmigen, die die Berliner Traufhöhe von 22 Metern überragen. Detailliertere Konzepte sollen in Ideenwerkstätten erarbeitet werden.
Warum kommt das Bürgerbegehren ausgerechnet jetzt? Zum wachsenden Unmut dürfte einerseits der Bau der O2 World beitragen, die als sichtbarstes Zeichen des Wandels am Spreeufer seit vorigem Sommer den Panoramablick von der Warschauer Brücke gen Westen versperrt. Andererseits steht Initiativen wie „Mediaspree versenken“ mit dem Bürgerbegehren seit drei Jahren ein Instrument zur Verfügung, um die Öffentlichkeit zu mobilisieren. Schließlich aber ist der Zeitpunkt nicht aus der Luft gegriffen. Nach der Flaute am Berliner Immobilienmarkt ist im letzten Jahr wieder Bewegung in die Branche gekommen, ausländische Investoren lachen sich halb tot über die hiesigen Niedrigpreise und kaufen alles, was ihnen gefällt. Es wäre erstaunlich, wenn nicht bald auch am Spreeufer die Entwicklung an Fahrt gewinnt.


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